Das Benefizkonzert mit Julia Schröder und Ada Meinich

Das Benefizkonzert mit Julia Schröder und Ada Meinich

Mit den beiden Musikerinnen Julia Schröder und Ada Meinich erlebten wir am 30. Mai einen wunderbaren Konzertabend.

Schon zum zweiten Mal durften wir in der Kirche in Biel-Benken ein Benefizkonzert zu Gunsten unserer Stiftung durchführen. Die beiden Künstlerinnen verstanden es, uns mit ausgewählter Musik unter dem Motto „Klassische Folklore“ ein ungewöhnliches Konzert zu bieten. Die begleitenden Worte und die Präsentation der  uns eher unbekannten Instrumente wie der Hardangerfiedel und der Nyckelharpa bereicherten den Abend ausserordentlich.

Dank dem grossartigen, wie auch grosszügigen Engagement der beiden Musikerinnen können wir unsere Projektarbeit in Belarus weiterführen. Das freut nicht nur uns, sondern auch unsere Partner vor Ort.

Ein weiterer Dank gebührt auch Herrn Pfarrer Tontsch, der uns wiederum die Kirche und das Pfarrhaus für den anschliessenden Apéro zu Verfügung gestellt hat. Regula und Rolf Allemann haben mit dem Blumenschmuck die Kirche wunderschön dekoriert.

Unser herzlicher Dank geht an alle, die zum Erfolg dieses Konzertes beigetragen haben.

 

Unsere Reise nach Belarus vom 10. bis 15. Mai 2013

Diese Reise war von langer Hand geplant, um die Fortschritte im Projekt Lubtscha anzusehen und um ein eventuell weiteres Projekt in Lepel, im Nordosten von Minsk, kennen zu lernen. Die Begegnungen wurden von Igor Sekreta und Dr. Andrei Kulazhanka organisiert.

Lubtscha

Das renovierte Altersheim wurde in unserer Anwesenheit offiziell am 11. Mai 2013 eröffnet. Mit dabei waren viele Behördenvertreter, was die Bedeutung dieses Projektes unterstreicht: Elena Yermanova, Stv. Vorsitzende des Exekutivkomitees Bezirk Novogrudok, Alexander Silitsch, Chefarzt Spitäler Bezirk Novogrudok, Sergei Miskarin, Vorsitzender Bezirksrat der Abgeordneten Bezirk Novogrudok, Iwan Gurin, Chefarzt Spital und Altersheim Lubtscha, Igor Sekreta, unser Projektvertrauter, sowie die ganze Spital- und Heimbelegschaft.

Nach diversen Ansprachen durften die Heimbewohnerinnen und –bewohner mit Unterstützung des Personals ihre Zimmer beziehen.

In den hellen, freundlichen und sauberen Zimmern stehen neue Betten mit dazu passenden neuen Matratzen und Bettwäsche. Je ein Nachttisch pro Bewohner und ein gemeinsamer Schrank sorgen für eine minimale Privatsphäre. Mit den luftigen Vorhängen wirken die Zimmer recht gemütlich. Jedes Zimmer hat ein Lavabo. Die Beleuchtung und Lüftung sind ebenfalls neu.

Im langen Gang des Heims hilft ein doppelt geführter Handlauf den Betagten beim Gehen. Es war eine Freude, die glücklichen und zufriedenen Gesichter der Bewohner zu sehen. Sie haben sich  herzlich bei uns bedankt. Auch das Personal freut sich, in dieser gemütlichen, schönen Umgebung zu arbeiten.

Die Waschküche ist noch nicht ganz fertig gestellt. Die Industriewaschmaschine der Trockner und die Mange stehen und müssen noch angeschlossen werden. Einige Boden- und Wandplatten müssen noch verlegt werden. Türrahmen und Türen, sowie Dusche und Toiletten fehlen noch. Diese Arbeiten sollen – und da sind wir sicher – in den nächsten  Wochen abgeschlossen werden.

Wir sind mit dem Erreichten mehr als zufrieden. Mit Ausnahme einer leichten zeitlichen Verzögerung hat alles perfekt geklappt. Ganz besonders hat uns die unkomplizierte und speditive Zusammenarbeit mit den Behörden, dem Chefarzt des Spitals, der die ganze Bauführung übernommen hat, und unserem Freund Igor Sekreta beeindruckt. Allen gebührt unser herzlicher Dank.

Bei der Besichtigung des Heims sind uns zwei Sachen aufgefallen. Im grosszügigen, gemütlich eingerichteten Aufenthaltsraum steht ein sehr kleiner Fernseher. Da es für die Betagten ausser Fernsehen wenig Abwechslung gibt, haben wir spontan beschlossen, dass ein neuer, grösserer Fernseher angeschafft werden soll.

Bei unserem ersten Besuch stand beim Eingang eine alte verrostete Metallkonstruktion, die als gedeckter Sitzplatz gedacht war. Im Rahmen des Umbaus wurde diese entfernt und abseits des Heims deponiert. Wir haben bemerkt, dass einige Bewohner des Heims sich immer noch dorthin setzen um zu Rauchen oder Karten zu spielen. Aus diesem Grund möchten wir dazu beitragen, dass neben dem Eingang des Heims ein kleiner, gedeckter Aussensitzplatz mit Tisch und Bänken erstellt wird. Eine Planung und Kostenorientierung haben wir in Auftrag gegeben.

Lepel

Zwei Tage später sind wir mit Dr. Andrei Kulazhanka, dem früheren Geschäftsträger der Botschaft der Republik Belarus in Bern, von Minsk nach Lepel gefahren. Der Bezirkshauptort zählt ca. 20’000, der gleichnamige Bezirk ca. 34’000 Einwohner. Unterwegs konnten wir die Gedenkstätte in Hatyn besuchen. Diese erinnert an die über 2 Millionen Menschen, die währen des zweiten Weltkrieges in Belarus umgebracht wurden. Wie dieses Mahnmal dargestellt wurde ist einmalig und geht tief unter die Haut (http://www.khatyn.by/de/).

In Lepel haben wir uns im Regierungsgebäude mit dem Präsidenten des Exekutivkomitees des Bezirks Boris Jevremov, sowie mit seinem Stellvertreter und einem Vorsitzenden des Sozialamtes getroffen.

Wir wurden angefragt, ob eine Beteiligung an einer Banja (Sauna) für das Altersheim in Kamen von unserer Seite her möglich wäre. Kamen, ein kleines Dorf 20 km vom Bezirkshauptort entfernt, hat nur etwa 300 Einwohner. Das zweistöckige Heim, gepflegt und sehr sauber, bietet 60 Bewohnerinnen und Bewohnern Platz. Für Alle stehen zwei Badewannen zur Verfügung. Wie wir aus unserem ersten Projekt in Borisowitschi wissen, ist dies für die alten Leute eine unglückliche Lösung. Da die meisten ein Leben lang ohne fliessendes Wasser auskommen mussten, kennen sie eine Badewanne oder auch Dusche nicht. Zudem ist bei einer Wanne der Ein- und Ausstieg meist sehr beschwerlich, oder sogar unmöglich. Die Sauna, eine einfache Waschstube, wie wir sie in Borisowitschi erstellt haben wäre eine gute Lösung.

Das Grobbudget beträgt rund 450’000’000 BLR (ca. CHF 42’000.-). Wir warten auf detaillierte Pläne und Kostenschätzungen. Eine Beteiligung käme nur in Frage wenn wir, wie in Lubtscha, eine Teilfinanzierung vornehmen und das Exekutivkomitee die restliche Finanzierung übernimmt. Einen Entscheid können wir vorerst nicht treffen.

Das Ergebnis dieser Reise war ein voller Erfolg. Zum Abschluss konnten wir mit unseren Freunden bei einem gemütlichen Nachtessen das Erreichte und das weitere Vorgehen diskutieren.

Es geht vorwärts, aber nicht ganz so schnell wie wir es erwartet haben

Nach unserem Besuch im September letzten Jahres haben wir gehofft, dass die Betagten Weihnachten im renovierten Altersheim feiern können. Leider war dies nicht möglich.

Die Umbauarbeiten sind gut gestartet und alle, das Exekutivkomitee der Stadt Novogrudok, Ivan Gurin, der Chefarzt des Spitals und Igor Sekreta haben sich voll eingesetzt. In der zweiten Hälfte des Jahres hat sich das Tempo der Renovation merklich verlangsamt. Igor Sekreta hat uns folgende Gründe mitgeteilt: Lubtscha liegt 150 km von Minsk entfernt und je weiter ein lokaler Regierungssitz von der Hauptstadt entfern ist, desto mehr nimmt die Bedeutung ab. Das Exekutivkomitee hat die Aufträge den günstigsten Unternehmern erteilt. Deren Arbeiter haben aber wenig Interesse gezeigt, schnell und gut zu arbeiten. Diese Situation kennen wir auch bei unseren Bauaufträgen. Vielleich hat auch der harte Winter noch etwas Einfluss gehabt. Ivan Gurin, ein zielorientierter Mann, hat als Abgeordneter im lokalen Parlament die Behörden überzeugen können, für das Jahr 2013 einen entsprechenden Kredit zu reservieren.

Die Fotos, die wir im Februar erhalten haben, lassen uns hoffen.

 

 

 

 

Die Wände haben den ersten Anstrich erhalten. Für uns sehr erfreulich, dass sie nicht – wie in Spitälern und Heimen üblich – im allgegenwärtigen Blau gestrichen wurden. Der Fussboden ist für das Verlegen der Bodenplatten vorbereitet.

 

 

 

Die Elektroinstallationen sind fast fertig und die Leuchtkörper werden montiert.

 

 

 

 

 

Die Lüftung ist fertig und der Bereich, wo die Lavabos stehen, ist mit Platten verkleidet. Für uns ungewohnt sind die  „Aufputz“ liegende Leitungen – was allerdings sehr wartungsfreundlich ist.

 

 

 

Wir sind guten Mutes, dass wir bei unserem Besuch im Mai ein fertig renoviertes Altersheim antreffen, in dem sich die betagten Menschen wohlfühlen werden.

Wir planen eine Reise nach Belarus vom 10. bis 15. Mai 2013

Urs Herzog und Rolf Metzger werden vom 10. bis 15. Mai 2013 erneut Belarus besuchen. Ziel dieser Reise ist es, den Abschluss der Umbauten im Altersheim von Lubtscha zu begutachten und uns zu vergewissern, dass die Spendengelder in unserem Sinne eingesetzt wurden. Gleichzeitig wollen wir uns auch über weitere, mögliche Projekte informieren lassen.

Wir werden am Freitag, den 10. Mai in Minsk ankommen. Wie gewohnt holt uns Igror Sekreta, der ehemalige Konsul der Belarussischen Botschaft in der Schweiz, ab. Anschliessend fahren wir nach Lubtscha zu unseren Freunden Ivan und Gallia Gurin. Die beiden werden wiederum unsere Gastgeber sein. Am Samstag haben wir den ganzen Tag Zeit das Altersheim zu besuchen und uns eventuell mit Mitgliedern des Exekutivkomitees zu treffen.

Im Voraus haben wir Ivan und Igor angefragt, ob weitere Bedürfnisse im Altersheim bestehen, die eventuell durch die Stiftung we-help abgedeckt werden könnten. Es wurden uns einige Probleme geschildert. Es gibt Vorschläge, die uns gefallen und solche, die wir als Aufgabe des Staates betrachten. Wir werden genügend Zeit haben darüber zu diskutieren. Wir fällen keinen Entscheid, da wir das weitere Vorgehen zuerst mit allen Stiftungsratsmitgliedern besprechen wollen. Am Sonntagnachmittag fahren wir nach Minsk zurück.

Minsk – Lubtscha ca. 2 1/2 Std. / Minsk – Lepel ca. 3 1/2 Std.

Bei unseren Besuchen in der Belarussischen Botschaft hatten wir schon damals Herrn Dr. Kulazhanka, den ehemaligen Geschäftsträger der Belarussischen Botschaft in der Schweiz gefragt, ob er in Belarus irgendein soziales Problem kennt, das vom Staat vernachlässigt wird und bei dem wir mit unserer Stiftung helfen könnten. Er hat uns kürzlich ein Altersheim in Lepel, das etwa 3 1/2 Std. nordöstlich von Minsk liegt, beschrieben, das unsere Hilfe in Anspruch nehmen könnte. Wir werden Montag, den 13. Mai nach Lepel fahren und uns dieses Altersheim ansehen. Auch hier werden wir keinen Entscheid fällen, weil wir das weitere Vorgehen, ob Lubtscha oder/und Lepel, in Ruhe besprechen und planen wollen.

Am Dienstagabend sind wir wieder in Minsk. Am Nachmittag kommen unsere Freunde aus Deutschland und Holland an. Sie wollen das Altersheim in Borisovitschi besuchen. Als Vertreter der Rotary Clubs Bergh (NL) und Ingelheim (D) unterstützen Sie das Altersheim weiterhin. Gleichzeitig besuchen sie im nahegelegenen Svenchatka ein Jugendheim in dem strahlengeschädigte Jugendliche Erholungsurlaube verbringen können. Das Haus wird vom Staat instand gestellt, es fehlen aber noch einige Einrichtungsgegenstände. Am Abend werden wir unsere Freunde in einem der exzellenten Restaurants in Minsk zum Nachtessen einladen. Wir hoffen, dass Igor Sekreta von seiner Gattin Natalia begleitet wird und dass auch Herr Kulazhanka mit seiner Gattin Natascha teilnehmen kann. Zu allen haben wir  mittlerer Weile ein sehr freundschaftliches Verhältnis. Wir freuen uns auf diese Zusammentreffen.

Vor unserer Abreise am Mittwochnachmittag, den 15. Mai treffen wir unsere deutschen und holländischen Freunde, sowie Igor Sekreta als Repräsentant des Aussenministeriums und Herrn Dr. Kulazhanka als Repräsentant des Innenministeriums nochmals. Wir hoffen, dass mit diesem Gespräch gute Beziehungen zu den politischen Instanzen in Minsk, zwischen dem Altersheim in Borisovitschi und dem Jugendheim in Svenchatka geschaffen werden können.

Am Nachmittag fliegen wir nach Basel zurück. Inzwischen werden die Flugtarife immer günstiger und wir bezahlen jetzt weniger als die Hälfte im Vergleich zu unserem ersten Besuch in Belarus im Jahr 2006. Das Nachtessen in Minsk mit gesamthaft 10 Personen – wohl bemerkt in einem sehr guten Restaurant  – wird etwa so viel kosten wie ein gepflegtes Essen für drei Personen in Basel !

Einmal mehr möchten wir betonen, dass alle Kosten dieser Reise von uns privat bezahlt werden und keine Spendengelder verwendet werden. Wir freuen uns auf einen weiteren Aufenthalt in Belarus.

Neuigkeiten aus dem Altersheim in Borisovitschi

Unser Freund Ivan Borschtschov hat uns mitgeteilt, dass der Belarussische TV-Sender ONT einen Bericht über das Altersheim in Borisovitschi ausgestrahlt hat.

Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl (26.4.1986) setzte in diesem Gebiet allmählich eine Landflucht, nicht zuletzt wegen der Angst vor der Verstrahlung ein. Neben dem Altersheim in Borisovitschi stehen seit vielen Jahren einige Häuser leer. Eines davon wurde durch den Staat renoviert und steht nun Betagten, die noch selbständig sind, zur Verfügung. In diesem Haus wohnen zur Zeit 3 Frauen und ein Ehepaar, das vor kurzem im Altersheim geheiratet hat!

Der kurze TV-Beitrag vom 23. Januar 2013 zeigt nicht nur das neue Wohnheim – ein Projekt das in Belarus zum ersten Mal verwirklicht wurde und grosse Aufmerksamkeit erhalten hat – sondern auch die glücklichen Hühner, in dem von unserer Stiftung errichteten Hühnerstall. Für den recht harten Winter scheinen sie gut gewappnet zu sein.

Inna, die hochgeschätzte Heimleiterin hat nun noch eine weitere Aufgabe.

Weihnachtsgrüsse vom Exekutivkomitee des Bezirks Klimovitschi

Vom Vorsitzenden des Exekutivkomitees und seiner Stellvertreterin haben wir zu Weihnachten einen Dankesbrief erhalten.

 

Der Vorsitzende, Herr Sacharenko und seine Stellvertreterin Frau Muzytschenko bedanken sich für die Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Die Übersetzung lautet:

An alle Mitglieder, Helfer und Sponsoren
von Rotary Clubs, Förderkreisen, Stiftungen,
Initiativen und zahlreichen Gastfamilien in
Deutschland, Holland, Belgien und Schweiz.

Liebe Freunde im Ausland!

Am Vorabend des kommenden Weihnachtsfestes und Neujahr 2013 nehmen Sie  bitte unsere aufrichtigsten Glückwünsche und Worte des herzlichen Danks für die langjährige fruchtbare Zusammenarbeit entgegen!

Alles, was Sie im Laufe der Jahre zum Wohle der Kinder und alten Leute, für viele kinderreiche Familien und sozialen Einrichtungen in unserer Region geleistet haben, ist es schwierig, die Güte und Herzlichkeit, Aufmerksamkeit und Fürsorge zu messen, die Sie zu unseren Kindern und bedürftigen Leuten gezeigt haben.

Im Namen der Bewohner wünschen wir Ihnen ein frohes Weihnachtsfest und ein glückliches Neues Jahr 2013!  Möge das neue Jahr Ihnen viel Gesundheit und Glück bringen und Ihr Zuhause mit Freude, Wärme und Wohlstand erfüllen!

Viel Erfolg bei Ihrer edelmütigen uneigennützigen Tätigkeit!     

Mit den besten Wünschen und der Hoffnung für die weitere Zusammenarbeit

Vorsitzender des                                        Stellvertretende des             
Exekutivkomitees                                      Vorsitzenden
des Bezirks Klimowitschi                                                                                                         

Wasili Sacharenko                                      Ekaterina Muzytschenko

 

 

 

 

 

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