Geteilte Freude ist doppelte Freude

Geteilte Freude ist doppelte Freude

Benefizkonzert für „we help“ – 21. November, 17.30 Uhr, Kirche Biel-Benken

Seit mehreren Jahren ist die Geigerin und Violinprofessorin Julia Schröder mit ihrer Musik Teil von „we help“. Was als fernes Thema begann – „das Afrika ist ja so weit weg, und so gross“ – ist für sie längst zu einer direkten, persönlichen Verbindung geworden: „Leid und Unrecht gehen uns alle an“, sagt sie. Man könne nicht die ganze Welt retten, doch „we help“ biete etwas Seltenes: einen direkten, nachvollziehbaren Bezug zu einem der grossen Flüchtlingslager in Uganda – man weiss, wohin das Geld fliesst.

Die Bilanz spricht für sich: Mit den Einnahmen des letzten Konzerts konnte eine Grossküche gebaut werden, über die zahlreiche Kinder und Mütter ernährt werden. Frauen und Kinder, die kriegsbedingt nach Uganda fliehen mussten und in den Lagern leben, erhielten dank der Spenden Zugang zu fliessendem Wasser und neu gebauten Brunnen. Weil „we help“ direkt vor Ort ist und mit den Menschen bespricht, was am dringendsten gebraucht wird, kommt das Geld immer dort an, wo es wirklich hilft.

Für Julia Schröder ist dieses Teilen kein Nebenaspekt, sondern der Kern ihrer musikalischen Arbeit: „Mitgefühl und Teilen sind für mich ein wichtiger Aspekt in meiner Arbeit als Violinprofessorin und Geigerin“, so Schröder. Genau dieser Antrieb – Gefühle in der Musik mit Kolleginnen, Kollegen und dem Publikum zu teilen – zieht sich auch durch ihre Arbeit mit jungen Musiker:innen. Nach über 25 Jahren Berufserfahrung versteht sie sich dabei nicht als Lehrerin, die es besser weiss, sondern als erfahrenere Kollegin auf Augenhöhe – im Gegenzug lernt sie selbst von der jüngeren Generation frische Zugänge zur Musik. Es ist dieses Zusammenspiel der Kräfte, das für sie eine grosse Wirkung entfaltet: Wenn jede und jeder von Herzen gibt, entsteht daraus eine gemeinsame Energie, die weit über den Konzertsaal hinausreicht.

Die Musiker:innen des Abends

Julia Schröder – Konzertmeisterin und Leiterin des Kammerorchesters Basel, seit 2010 Professorin für Violine an der Musikhochschule Freiburg. Sie musizierte und nahm CDs auf mit Solist:innen wie Sol Gabetta, Cecilia Bartoli, Giuliano Carmignola und Patricia Kopatschinskaja und ist gefragte Partnerin von Ensembles wie Il Giardino Armonico und dem Freiburger Barockorchester. Ihre stilistische Bandbreite reicht von historischer Aufführungspraxis über Tango bis Jazz.

Brendan Aleksander Tarm, Cello – 1999 in Tallinn geboren, aufgewachsen in Chicago. Studium an der University of Michigan sowie im Master an der Musikhochschule Freiburg bei Jean-Guihen Queyras. Mitglied des Estnischen Staatssinfonieorchesters, Teilnahme an Meisterkursen u. a. bei Yo-Yo Ma und Auftritte an Festivals wie Gstaad, Aspen und der Accademia Chigiana.

Marina Prat Mir, Violine/Viola – begann ihre Ausbildung am Conservatorio Profesional de Música de Girona, spezialisierte sich später auf Viola am Conservatori Superior de Música del Liceu. Derzeit Masterstudium an der Musikakademie Basel bei Silvia Simionescu. Kammermusik-Erfahrung u. a. beim Delta Chamber Music Festival und „Clàssica Jove“ unter Leitung des Casals-Quartetts.

Thomas Schillo, Violine – geboren 2002, verbindet in seinem Profil Violine, historische Aufführungspraxis und Kirchenmusik. Studiert an der Hochschule für Musik Freiburg bei Prof. Julia Schröder sowie Barockvioline bei Prof. Gottfried von der Goltz. Mehrjährige Erfahrung als Konzertmeister, u. a. im Landesjugendorchester Saar, ergänzt durch ein abgeschlossenes Kirchenmusikstudium.


Der Erlös des Konzerts kommt direkt den Projekten von „we help“ in Uganda zugute – von der Wasserversorgung bis zur Ernährung von Kindern und Müttern in den Flüchtlingslagern.

Jazzbrunch für we-help

Gestern, am 21. Juni 2026, luden sowohl Andi und Claudia Bruggmann, die ihr 30-.jähriges  Gastgeber-Jubiläum durften, ins bekannte Restaurant Heyer in Biel-Benken ein.

Die grossartig aufspielenede Jazzband Jeepers Creepers haben anlässlich dieses Geburtstags auf eine Gage verzichtet und Andi und Claudia werden denselben Betrag an den Verein we-help überweisen. Als wertvolle Vorstands- oder Vereinsmitglieder des „Verein we-help“ tragen beide Spender massgeblich zur Unterstützung unseres Vereinprojekts „Nahrung für 1‘200 Kinder im Flüchtlingslager Nakivale/Uganda“ bei.

Als Präsident des wohltätig aktiven „Vereins we-help“ darf ich mich auch im Namen unseres Vereins für diesen wertvollen Beitrag herzlichst bedanken. Zudem bot mir Claudia die Gelegenheit, kurz über unsere Aktivitäten zu berichten, welche mit diesen beiden Spenden mitgetragen werden. Dank einem zu einer Spendenkasse umfunktionierten kleinen Koffers wurde nochmals ein grossartiger Beitrag der Lunchgäste uns anvertraut.

HERZLICHEN DANK.

Nakivale – eine spezielle Geschichte

Im September 2022 war ich anlässlich des Besuchs der Weltpräsidentin von Rotary, Jennifer Jones, erstmals in Uganda. Dank der mir zugewiesenen Rotarierin Annie Ninyesiga, die im ugandischen Distrikt Isingiro aufgewachsen ist, zeigte sie mir ihr Elternhaus in Nyamuyanja sowie das Flüchtlingslager Nakivale.

Daraus entstand ein Projekt, das unseren Vorstellungen entsprechen könnte. Mein Bericht wurde im Vorstand wohlwollend aufgenommen, und wir begannen, eine Prioritätenliste zusammenzustellen.

Unsere Prioritäten:

  1. Sauberes Trinkwasser
  2. Eigenversorgung mit Gemüse und Früchten
  3. Schule und Ausbildung
  4. Küchen
  5. Toiletten
  6. Diverses

1. Sauberes Trinkwasser

Beim ersten Besuch beider Lokalitäten haben wir nach intensiven Diskussionen die Priorität auf Wasser gesetzt. Die Situation war an beiden Orten unterschiedlich.

Für die Samaritan Foundation unter der Leitung von Ciella Hilight mussten wir nach Grundwasser suchen. Die Tiefenbohrung war erfolgreich und wurde durch den ugandischen Wasser-Ingenieur Hilary Galiwango von Galiwater durchgeführt.

Heute verfügen Ciellas Organisation und weitere angrenzende Familien über sauberes Trinkwasser. Dem Trinkwasserhahn ist eine mechanische sowie physikalisch-chemische Reinigungsanlage vorgeschaltet. Dadurch sind die durch kontaminiertes Wasser verursachten Krankheiten nahezu vollständig verschwunden.

Für die Hope Foundation von Joshua Kisibo konnten wir den Anschluss an das Wassernetz der Kirche realisieren. Auch dort steht nun sauberes Trinkwasser frei zur Verfügung. Das Wasser wird mit demselben System gereinigt und dadurch trinkbar.

2. Eigenversorgung mit Gemüse und Früchten

Die Eigenversorgung mit Gemüse und Früchten funktioniert bereits gut, wird jedoch künftig weiter verbessert werden müssen.

3. Schule und Ausbildung

Schule und Ausbildung sind in beiden Zentren ein zentraler Schwerpunkt. Begonnen wurde mit einfachen und unzureichend ausgestatteten Räumen. Schulbänke und Stühle fehlten weitgehend, sodass die Kinder meist auf dem Boden sitzen mussten – insbesondere während der Regenzeit eine unhaltbare Situation.

Bei Joshua, der Primar- und Sekundarschüler unterrichtet, konnten wir inzwischen einen Raum mit festem Boden schaffen. Dadurch können die Sekundarschüler entsprechend den staatlichen Vorgaben an ordentlichen Tischen und mit Laptops ausgebildet werden. Möglich wurde dies dank eines Spenderehepaars.

4. Küchen

Beide Zentren sind für die Nahrungsversorgung von weit über 1’000 Kindern verantwortlich. Die Küche bei Joshua war bereits gut eingerichtet. Bei Ciella konnten wir dank einer grosszügigen Spende eines befreundeten Ehepaars eine neue Küche in einem neu errichteten Gebäude einrichten.

5. Toiletten

Mit derselben Spende wurde es möglich, neue und getrennte Toilettenanlagen zu bauen.

6. Weitere Projekte

Noch sind wir nicht am Ende des Tunnels. Es bestehen weitere Anliegen, die wir gerne umsetzen möchten. Dazu gehören unter anderem eine bessere Beleuchtung der Grundstücke zur Verhinderung von Diebstählen sowie eine Umzäunung des Grundstücks von Ciella.

Auch die Landwirtschaft soll weiter ausgebaut werden. Fachkräfte für die Begleitung dieser Vorhaben sind in Uganda vorhanden. Ziel ist es, die Selbstversorgung nachhaltig zu stärken und die vorhandenen Landreserven in Nakivale optimal zu nutzen.

Joshua und Hope Foundation

Seine „Siedlung“ ist etwas kleiner und für ca. 400 etwas ältere Kinder eingerichtet. So bietet Yoshua neben Grundausbildung einigen seiner Kindern auch die Möglichkeit sich Kenntnisse als Friseur, Näherin, PC-Grundausbildung anzueignen. Auch in seiner Siedlung haben wir uns bemüht Trinkwasser zur Realität werden zu lassen. Hier erhielten wir das Wasser von der katholischen Kirche, bewahren es in einem Tank auf bevor es nach dem Durchlauf durch 4-faches Reinigungssystem an die Kinder und die nähere Umgebung weitergegeben werden kann. Auch hier sind die „water born diseases“ kaum mehr präsent und die Kosten für medizinsiche Behandlung konnten so reduziert werden.

UPDATE: 2026

Jahresbericht zum Geschäftsjahr 2025

Jahresbericht zum Geschäftsjahr 2025

Allgemeines:

Am 14. Mai traf sich der Gesamtvorstand privat bei uns, und wir beschlossen einstimmig, die für uns kostspielige Stiftung (Buchhaltung, Revision bei ALL TAX AG, Basel) in einen Verein zu überführen. Dabei half mir, eine mir bekannte Juristin, den Wortlaut in der korrekten Formulierung aufzunehmen. Am 23.7. trafen wir uns (Marlene Herzog war nicht dabei) und ich konnte über erste erfolgreiche Schritte auf dem Weg von der Stiftung zum Verein berichten.

Am 22. Oktober fand die erste Mitgliederversammlung im Rest. Heyer in Biel-Benken statt. Der bisherige Vorstand der Stiftung wurde auch ais Vorstand des Vereins bestätigt. Ais Revisoren konnten gewonnen werden: Frau Roswitha Fehr und Herr Bernard Blum.

Afrika

Südsudan: Die Unterstützung unseres ehemaligen Dorfpfarrers in Juba und Umgebung soli aufrecht erhalten bleiben.

Uganda: Die beiden Schwerpunkte «Gesundheit von Mutter und Kind», resp. «Wasser, sanitäre Anlagen und Hygiene» (WASH) liegen uns nach wie vor am Herzen.

Mittelbeschaffung:

Die Basisaktivität wie wir diese von der Stiftungsarbeit gewöhnt waren, soll in demselben Rahmen weitergeführt werden. So luden wir für den 27. Januar 2026 für ein Spenden-Nachtessen mit Projektvorstellung ein. Über 40 Freundinnen und Freunde folgten der Einladung zu einem edlen Zusammensein und Gedankenaustausch. Es wurden auch mündliche Zusagen für weitere Projekte gemacht. So z. B. die Unterstützung der Sekundarschule von Joshua Kisibo mit Laptops und einem Drucker oder eine grosse finanzielle Zusage für ein Projekt unserer prioritären Wahl.

Die Homepage wurde reaktiviert und zeigt die letzten Aktivitäten in Nakivale und vom gemeinsamen Nachtessen. Der nächste Anlass wird am 21. Juni im Restaurant Heyer in Biel-Benken stattfinden und der gesamte Betrag der aufspielenden Jazzband und des Restaurants Heyer wird unserem Verein zukommen. Auch ln Zukunft setzen wir vermehrt auf informative Nachtessen und Konzerte mit uns nahestehenden Künstlerinnen und Künstlern in unserer Dorfkirche in Biel-Benken.

Das von der Raiffeisen Bank Leimental Oberwil gemäss Vorgaben des Stiftungsrates verwaltete Vermögen betrug Ende des Jahres 31.12.2025 CHF 5’187.15. Der vom Vorstand des Vereins verfolgte Ansatz zur Verwaltung des Vereinsvermögens ist nach den Vorgaben eines Kontokorrentkontos gegeben. Für lhre/Eure grossartige Unterstützung sind wir sehr dankbar. Sie werden gegen Jahresende 2026 wieder von unserem Verein das Neueste erfahren.

Stiftung we-help Biel-Benken, im Dezember 2024

Präsident

Urs Herzog

Spender Nachtessen

Ein weiterer gemütlicher und zugleich inspirierender Abend im „Restaurant Heyer“ liegt hinter uns. Im Kreis alter Weggefährten und neuer Freunde durften wir über die Erfolgsgeschichte unseres früheren sowie des aktuellen Vereins „we-help“ berichten. Es war berührend zu sehen, wie viele Menschen sich für unsere Arbeit interessieren und engagieren möchten.

Besonders gefreut hat uns, dass wir an diesem Abend zahlreiche neue Vereinsmitglieder willkommen heissen durften. Dieses Vertrauen und diese Unterstützung sind für uns Ansporn und Verpflichtung zugleich.

Der eigentliche Gewinn dieses Abends kommt jedoch nicht uns zugute, sondern den Menschen im Flüchtlingslager Nakivale in Uganda. Mit jedem neuen Mitglied und jeder Unterstützung wächst die Möglichkeit, konkrete Hilfe vor Ort zu leisten und nachhaltige Perspektiven zu schaffen.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die diesen Abend möglich gemacht und mit ihrem Engagement ein starkes Zeichen der Solidarität gesetzt haben.

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