Nakivale – eine spezielle Geschichte

by | 1. Juli. 2026 | Allgemein

Im September 2022 war ich anlässlich des Besuchs der Weltpräsidentin von Rotary, Jennifer Jones, erstmals in Uganda. Dank der mir zugewiesenen Rotarierin Annie Ninyesiga, die im ugandischen Distrikt Isingiro aufgewachsen ist, zeigte sie mir ihr Elternhaus in Nyamuyanja sowie das Flüchtlingslager Nakivale.

Daraus entstand ein Projekt, das unseren Vorstellungen entsprechen könnte. Mein Bericht wurde im Vorstand wohlwollend aufgenommen, und wir begannen, eine Prioritätenliste zusammenzustellen.

Unsere Prioritäten:

  1. Sauberes Trinkwasser
  2. Eigenversorgung mit Gemüse und Früchten
  3. Schule und Ausbildung
  4. Küchen
  5. Toiletten
  6. Diverses

1. Sauberes Trinkwasser

Beim ersten Besuch beider Lokalitäten haben wir nach intensiven Diskussionen die Priorität auf Wasser gesetzt. Die Situation war an beiden Orten unterschiedlich.

Für die Samaritan Foundation unter der Leitung von Ciella Hilight mussten wir nach Grundwasser suchen. Die Tiefenbohrung war erfolgreich und wurde durch den ugandischen Wasser-Ingenieur Hilary Galiwango von Galiwater durchgeführt.

Heute verfügen Ciellas Organisation und weitere angrenzende Familien über sauberes Trinkwasser. Dem Trinkwasserhahn ist eine mechanische sowie physikalisch-chemische Reinigungsanlage vorgeschaltet. Dadurch sind die durch kontaminiertes Wasser verursachten Krankheiten nahezu vollständig verschwunden.

Für die Hope Foundation von Joshua Kisibo konnten wir den Anschluss an das Wassernetz der Kirche realisieren. Auch dort steht nun sauberes Trinkwasser frei zur Verfügung. Das Wasser wird mit demselben System gereinigt und dadurch trinkbar.

2. Eigenversorgung mit Gemüse und Früchten

Die Eigenversorgung mit Gemüse und Früchten funktioniert bereits gut, wird jedoch künftig weiter verbessert werden müssen.

3. Schule und Ausbildung

Schule und Ausbildung sind in beiden Zentren ein zentraler Schwerpunkt. Begonnen wurde mit einfachen und unzureichend ausgestatteten Räumen. Schulbänke und Stühle fehlten weitgehend, sodass die Kinder meist auf dem Boden sitzen mussten – insbesondere während der Regenzeit eine unhaltbare Situation.

Bei Joshua, der Primar- und Sekundarschüler unterrichtet, konnten wir inzwischen einen Raum mit festem Boden schaffen. Dadurch können die Sekundarschüler entsprechend den staatlichen Vorgaben an ordentlichen Tischen und mit Laptops ausgebildet werden. Möglich wurde dies dank eines Spenderehepaars.

4. Küchen

Beide Zentren sind für die Nahrungsversorgung von weit über 1’000 Kindern verantwortlich. Die Küche bei Joshua war bereits gut eingerichtet. Bei Ciella konnten wir dank einer grosszügigen Spende eines befreundeten Ehepaars eine neue Küche in einem neu errichteten Gebäude einrichten.

5. Toiletten

Mit derselben Spende wurde es möglich, neue und getrennte Toilettenanlagen zu bauen.

6. Weitere Projekte

Noch sind wir nicht am Ende des Tunnels. Es bestehen weitere Anliegen, die wir gerne umsetzen möchten. Dazu gehören unter anderem eine bessere Beleuchtung der Grundstücke zur Verhinderung von Diebstählen sowie eine Umzäunung des Grundstücks von Ciella.

Auch die Landwirtschaft soll weiter ausgebaut werden. Fachkräfte für die Begleitung dieser Vorhaben sind in Uganda vorhanden. Ziel ist es, die Selbstversorgung nachhaltig zu stärken und die vorhandenen Landreserven in Nakivale optimal zu nutzen.

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