Pardon, verstehen Sie alemannisch?

Pardon, verstehen Sie alemannisch?

Was hat diese Frage mit dem Altersheim in Borisovitschi zu tun? Sehr viel!

Am 24. und 25. September 2011 haben Rolf und Regula Allemann mit ihrem Team zu einem Poesie-Abend mit dem Titel Pardon, verstehen Sie alemannisch? in ihre Gärtnerei eingeladen.

Die Schauspielerin und Sängerin Colette Greder, der Schauspieler, Kabarettist (und vieles mehr) Martin Schley, sowie der Akkordeonist Anrei Ichtenko gestalteten diesen Abend mit Geschichten, und Chansons. Es war ein Erlebnis voller Poesie, Inspirationen und humorvollen Pointen. Abgerundet wurde dieser Abend mit kulinarischen Köstlichkeiten.

Andrei Ichtenko, ein begnadeter Akkordeonist, spielte ein jüdisches Volkslied aus der Ukraine. Dies gab Colette Greder den Anstoss, auf das Nachbarland Belarus über zu gehen und Martin Schley wiederum befragte uns über unser Projekt. Colette ermunterte die anwesenden Zuhörer, sich dem Projekt gegenüber erkenntlich zu zeigen. Mit dem Ertrag von Fr. 3’000.– können wir den geplanten Hühner- und Kaninchenstall, inkl. Tiere und Futter für längere Zeit, realisieren.

Zu diesem Poesie-Abend haben sich fast 700 Gäste angemeldet. Dies hat den Rahmen der Gärtnerei Allemann gesprengt. Deshalb mussten die Besucher auf zwei Abende verteilt werden, eine enorme Belastung für das gastgebende Team.

Einmal mehr danken wir Allemann’s und allen, die uns helfen, herzlich für ihre Bereitschaft, unser Altersheim in Borisovitschi mit Ideen und Taten zu unterstüzen.

Ein Treffen mit Ivan Borschtschow in Bingen (D)

Der Förderkreis Kinderhilfe Tschernobyl Rhein-Nahe (D),  hat dieses Jahr die Tanzgruppe „Zhivista“ aus Klimowitschi (Belarus) nach Bingen (D) eingeladen. Eine der Begleitpersonen dieser Gruppe war unser Freund Ivan Borschtschow.

 

Wir – Urs Herzog und Rolf Metzger – haben die Gelegenheit wahrgenommen und Ivan in Bingen besucht. Dies gab uns die Möglichkeit, alle anstehenden Probleme und Fragen direkt zu klären. Als Vertreter des Rotary Clubs Ingelheim, hat uns Rot. Heinz Schuhmacher empfangen und uns alle während den zwei Tagen betreut und verwöhnt.

Sauna

Der Bau der Sauna schreitet voran. Auf dem fertigen Fundament werden die Holzbalken zusammengebaut. Die Fertigstellung und Eröffnung ist für den 27. September 2011 vorgesehen. Falls es klappt, werden wir bei dieser Feierlichkeit dabei sein und dem Saunabauer das noch ausstehende Geld übergeben.

Wäschetrocknung

Wir haben den Auftrag gegeben, dass die Anlage gemäss den uns bekannten Plänen gebaut wird. Die Kosten sind auf 1’300.– Euro berechnet. Ivan hat den ganzen Geldbetrag, wird aber nur Teilzahlungen gemäss dem Baufortschritt weiterleiten.

Gemüse-, Obst- und Beerengarten

Auf Grund von Analysen steht fest, dass der Boden im Garten des Altersheims für solche Bepflanzungen schlecht ist. Die oberste Schicht muss ausgetauscht werden. Eine ausreichende Menge an gutem Humus steht unenetgeltlich zur Verfügung. Für den Transport werden wir aufkommen. Gartengeräte, die wir schon früher finanziert haben, sind vorhanden. Einzig der Rasenmäher musste ersetzt werden. Ivan hat diesen besorgt und wir haben ihm das Geld dafür gegeben.

Dank

Als Anerkennung für unsere Hilfe im Altersheim, hat uns der Vorsitzende des Exekutivkomitees der Stadt Klimowitschi, Herr Sacharenko, über Ivan ein Dankesschreiben zukommen lassen.



Im Namen des Exekutivkomitees des Bezirks Klimowitschi und allen Bewohnern unseres Bezirks, bringe ich der Stiftung we-help für die riesige, wöhltätige Arbeit und edelmütige Tätigkeit im Bereich der sozialen Betreuung der Bevölkerung eine grosse Dankbarkeit zum Ausdruck.

Im Laufe von 5 Jahren unserer Zusammenarbeit wurden viele interessante Projekte verwirklicht. Dank Ihrer Hilfe hat im Altenheim in Borisovitschi ein neues Leben angefangen.

Ich hoffe, dass die Zusammenarbeit zwischen unseren Regionen weiter fortgesetzt und gefestigt wird.

Hochachtungsvoll              Vasili A. Sacharenko

 

 

Wir sind überzeugt, dass wir weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit den Behörden und den Verantwortlichen des Altersheims haben werden.

Im Altersheim geht es vorwärts

Nach langer Zeit der Ruhe und des Ungewissens, kommt Bewegung in unser Projekt.

Die Mühlen in Belarus mahlen etwas langsamer als wir es bei uns gewohnt sind. Vor langer Zeit haben wir geplant und in Auftrag gegeben, dass in den Gängen und im sanitären Bereich des Altersheims Handläufe montiert werden. Nun endlich wurde dies realisiert. Die betagten Bewohner können sich nun etwas sicherer bewegen.

Gleichzeitig haben wir auch die Pläne für den Wäschetrocknungsplatz erhalten, denen wir zustimmen können. Wir hoffen, dass dieser gedeckte Platz baldmöglichst realisiert werden kann und Inna, der Heimleiterin, die Arbeit erleichtert.

Die wirtschaftliche Lage in Belarus – der Rubel wurde um 50% abgewertet – hat wohl auch zu den Verzögerungen beim Bau der Sauna geführt. Obwohl wir dem Saunabauer einen grossen Betrag im Voraus bezahlt haben und nicht bereit waren den gesamten Betrag vor Abschluss der Arbeiten zu überweisen, wird nun an der Vollendung des Saunabaus weitergearbeitet. Wir hoffen, das wir im August bei der Eröffnung der Sauna dabei sein können.

3. Juli – Belarussischer Nationalfeiertag

Aus Anlass des Nationalfeiertages von Belarus, hatten wir die Ehre, am Empfang der Botschaft in Bern teilnehmen zu dürfen.

Der Geschäftsträger der Republik Belarus in der Schweiz, Herr Dr. Andrei Kulazhanka, begrüsste die weit über hundert geladenen Gäste. Eine musikalische Darbietung von zwei Belarussischen Künstlerinnen unterstrich den feierlichen Rahmen.

Der Anlass gab uns die Gelegenheit uns vom 1. Botschaftssekretär, Herrn Igor Sekreta, zu verabschieden. Herr Sekreta kehrt nach drei Jahren Tätigkeit in der Schweiz nach Minsk zurück. Wenn wir uns an den gemütlichen Abend vom 22. Februar 2011 erinnern, bedauern wir natürlich sehr, dass Herr Sekreta die Schweiz verlässt. Seine offene, sympatische Art war für alle Anwesenden beeindruckend. Wir lernten seinen Nachfolger Herr Yury Bulavko kennen und freuen uns, die gute Zusammenarbeit mit der Botschaft
weiterführen zu können.

Ausbildung – ein zentrales Ziel unserer Stiftung

Die Bolivianerin Arminda Mercado lebt schon lange in der Schweiz und erteilt Spanisch Unterricht. Zurzeit weilt sie bei ihrer Familie in Bolivien und wählt junge, interessierte und arbeitswillige Menschen aus, die von einem Stipendium für die Ausbildung profitieren könnten.

Arminda Mercado ist Mitbegründerin des Comité Educacional Pro Santa Cruz / Bolivien. Seit über 30 Jahren unterstützt das Comité die Ausbildung von Jugendlichen in den Gemeinden Naicó und Santa Cruz. Um die Landflucht zu verhindern, werden auch Lehrer aus- und weitergebildet. Hauptsächlich werden aber Stipendien an Jugendliche erteilt, die z.B. in der Landwirtschaftsschule ihren Beruf erlernen können. Auch für Nachdiplome an der Universität wird finanzielle Unterstützung erteilt. Es wird Wert darauf gelegt, dass auch junge Frauen von diesen Stipendien profitieren können. Alle diese Unterstützten lassen ihr Wissen der Region zu Gute kommen.

Frau Mercado ist zurzeit in ihrem Heimatland und sucht junge, interessierte und arbeitswillige Menschen, die für ein solches Stipendium in Frage kämen.

Die Stiftung we-help hat ihr zugesagt, die Kosten für die Ausbildung einer  oder eines Jugendlichen zu übernehmen. Sobald sie wieder in der Schweiz ist, werden wir mit ihr die möglichen Kandidaten durchgehen und unseren Entscheid treffen. Arminda hat uns ihr Stipendienprojekt persönlich vorgestellt, sowie die von ihr ausgewählten Kandidaten. Wir sind glücklich zwei jungen Menschen eine Ausbildung zu ermöglichen.

Cinthia Patricia wurde  im Alter von sieben Jahren in ein Heim gebracht. Sie hat keinen Kontakt mit ihren Eltern und lebt jetzt mit einer Schwester zusammen. Ihr Wunsch ist, etwas zu lernen, anderen Leuten zu helfen und ein besserer Mensch zu sein. Zurzeit hilft sie im Heim mit kochen und putzen. Ihre Ausbildung zur Hilfskrankenschwester dauert zwei Jahre.

Rodrigo möchte Landwirt werden, aber seine Eltern können diese Ausbildung nicht bezahlen. Er arbeitet jetzt schon auf einem Hof um seinen Eltern finanziell zu helfen. In seiner Freizeit verdient er noch zusätzlich Geld als Chauffeur und – weil er sehr kräftig ist – als Magaziner. Seine Ausbildung zum Landwirt dauert drei Jahre.

Über  das Comité Educacional pro “Santa Cruz“ www.prosantacruz.ch werden wir laufend über die beiden Stipendiaten informiert.

Im Mai 2011 haben wir beschlossen Rodrigo die Ausbildung zum Landwirt zu ermöglichen. Vor kurzem hat er uns einen Brief geschrieben, in dem er sich für unsere Unterstützung bedankt. Das dritte Semester hat er mit Erfolg abgeschlossen, was uns natürlich freut.

Rodrigo scheint mit den mächtigen Zebu-Rindern zurecht zu kommen.

Cinthia Patricia aus Santa Cruz hat ihre Ausbildung zur Hilfskrankenschwester ebenfalls erfolgreich beenden können und arbeitet jetzt in ihrem Beruf.

Auch Rodrigo hat seine Lehre als Landwirt beendet. Er hat als Landwirt gearbeitet, um Geld zu verdienen und will nun noch einen Master-Abschluss an der lokalen Hochschule absolvieren.

Das Fundament für die Sauna wird gebaut

Der kalte Winter ist auch in Belarus endgültig vorbei. Nun kann wieder im Freien gearbeitet werden.

Nachdem der Boden endlich aufgetaut und etwas abgetrocknet ist, konnte anfangs Mai mit dem Bau des Fundaments für die Sauna begonnen werden.

Dem Grundriss der Sauna und dem Aufbau der Räume entsprechend, wurden die Gräben ausgehoben. Im Hintergrund links ist der Turnplatz des ehemaligen Pausenhofs erkennbar. Hier wurde der Asphalt schon abgetragen. Sobald neue, fruchtbare Erde eingebracht wird, kann hier mit dem Anbau des  Obst- und Beerengartens begonnen werden.

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