Nationalfeiertag der Republik Belarus

Aus Anlass des Nationalfeiertages der Republik Belarus am 3. Juli, wurden wir, wie in den vergangenen Jahren, zu einem Empfang der Botschaft eingeladen. Im Bärtschihuus in Gümligen wurden Urs Herzog und ich durch den Geschäftsträger a.i. und Botschaftsrat Herr Leonid Shinkevich und seine Gattin herzlich empfangen. Nach einer kurzen Ansprache und einer musikalischen Darbietung durch einen Belarussischen Pianisten, konnte man sich am Büfett bedienen. All diese Köstlichkeiten, die zur Belarussischen Küche gehören, wurden durch die Damen der Botschaft, allen voran Frau Shinkevich hergezaubert. Wir wurden verwöhnt, so wie wir es immer wieder auf unseren Reisen erleben durften.

Herr Konsul Juri Bulavko und seine Familie kehrten vor einigen Wochen turnusgemäss nach dreijähriger Amtszeit wieder nach Belarus zurück. Wir bedanken uns für das schöne, freundschaftliche Verhältnis, das wir mit ihnen hatten. Gleichzeitig konnten wir auch seine Nachfolgerin, Frau Alesia Gorkusha, die erst seit wenigen Tagen im Amt ist, kennenlernen.

Sie ist erste Botschaftssekretärin und Konsulin. Mit ihr konnten wir uns unterhalten und zusammen unsere Ideen und zukünftigen Pläne besprechen.

Es war ein weiterer Anlass, der die schöne Zusammenarbeit zwischen unserer Stiftung we-help und der Botschaft der Republik Belarus unterstreicht.

Eine Reise an unsere drei Projektorte in Belarus

Wie es zu unserer Philosophie gehört, kontrollieren wir unsere Projekte jeweils auch vor Ort. Vom 9. bis 13 Juni habe ich die Altersheime in Lubtscha, Kamen und Borisovitschi leider alleine besucht. Mein Freund Urs Herzog musste wegen gesundheitlichen Problemen kurzfristig auf die Reise verzichten. Was ich gesehen habe, hat mich durchwegs begeistert.

Am Pfingstmontag, nach meiner Ankunft in Minsk, wurde ich vom Chefarzt des Spitals von Lubtscha, Sergei Bratkovskij und  der Dolmetscherin Iphgenia mit einem Fahrzeug der Stadt Novogrudok abgeholt. Nach der Ankunft in Lubtscha bezog ich in einem wunderschönen Jagdhaus meine Unterkunft und konnte bei einem gemütlichen Nachtessen mit dem Chefarzt und dem Verantwortlichen für soziale Dienste im Exekutivkomitee, Herrn Alexander Silitsch, über alle Fragen und Probleme reden.

Das in privatem Besitz stehende Jagdhaus in Lubtscha

Lubtscha

Am nächsten Morgen, Dienstag,  stattete ich dem Altersheim und dessen Bewohnern einen Besuch ab. Ich wurde bereits freudig erwartet und es war von beiden Seiten ein berührendes Wiedersehen. Im Haus ist alles so wie ich es erwartet hatte – gepflegt und sehr sauber. Zum ersten Mal konnte ich die fertiggestellte und seit neun Monaten in Betrieb genommene Waschküche sehen. Besser kann es nicht sein.

Die Waschküche, wie wir sie im Jahr 2012 angetroffen haben

Heute ein sauberer, angenehmer Arbeitsplatz

Anschliessend habe ich das Spital besucht, das sich zurzeit in einem grossen Umbau befindet. Wie im Altersheim wird alles von Grund auf renoviert. Vielleicht hat unsere Initiative im Altersheim den Ansporn dazu gegeben.

Ein Punkt liegt dem Chefarzt auf dem Herzen: Die sehr sauber gehaltene Küche ist rund 40 Jahre alt. Das Meiste funktioniert noch, Ersatzteile für defekte Geräte sind aber kaum mehr erhältlich. Hier wäre Hilfe angesagt. Sobald wir im Besitz von genauen Plänen und einer Kostenorientierung sind, werden wir abklären, ob eine finanzielle Unterstützung unsererseits und eine Zusammenarbeit mit dem Exekutivkomitee so wie beim Altersheim möglich sind.

Die Küche ist sehr sauber, aber die Geräte sind alt und einige defekt

Drei alte, zum Teil defekte Kipp-Kochkessel

Die Stellvertretende Vorsitzende, Frau Svetlana Nikolaevna, hat mich in Novogrudok empfangen und sich für unsere Hilfe bedankt. Über meinen Besuch in Lubtscha und den Empfang in Novogrudok wurde in der lokalen Zewitung berichtet.

Anschliessend wurde ich wieder nach Minsk zurückgebracht. Für den ganzen Aufenthalt und die Fahrten war ich von der Regierung der Stadt Novogrudok und dem Spital Lubtscha eingeladen. Herzlichen Dank.

In Minsk habe ich unsere Freunde Ivan Borschtschov und Juri Biliazki, einen jungen, initiativen Unternehmer aus Klimowitschi, den wir auch von unseren früheren Besuchen kennen, getroffen. Gleich anschliessend fuhren wir zusammen nach Lepel weiter. Noch am gleichen Abend konnte ich bei einem gemeinsamen Nachtessen mit dem Vorsitzenden des Exekutivkomitees, Herrn Boris Efremov und dem Saunabauer Alexander über das weitere Vorgehen reden.

Kamen

Am Mittwoch konnte ich zum ersten Mal die sich im Bau befindliche Sauna des Altersheim in Kamen, etwa 20 km von Lepel dem Bezirkshauptort entfernt, sehen. Was mich überrascht hat ist einerseits die Grösse der Banja – allerdings muss man sehen, dass in diesem Altersheim 60 Bewohner leben – und die qualitativ hochstehende Ausführung der Zimmermannsarbeiten. Auch wenn die Kosten vermutlich etwas höher ausfallen, so bleibt der abgemachte Beitrag, der unsere Stiftung leistet, unverändert.

Links sind der Eingang und die Terrasse erkennbar, rechts die vier Räume

Die einzelnen Holzteile sind sehr genau bearbeitet.

Für die 60 Bewohner stehen drei normale Haushaltwaschmaschinen (5 kg) zur Verfügung. Ich habe mit der Verantwortlichen ausgerechnet, dass jede dieser Maschinen rund neun Stunden pro Tag läuft, was die Anfälligkeit und Reparaturen stark erhöht. Unsere Stiftung hat sich bereit erklärt, bei der Finanzierung von drei grösseren Waschmaschinen finanziell in gleichen Mass mitzuhelfen wie bei der Sauna, d.h. je hälftig das Exekutivkomitee und hälftig wir. Nach meinem Besuch in diesem peinlich sauber gehaltenen Heim sind wir nach Klimovitschi weitergefahren.

Borisovitschi

Am letzten “Arbeitstag“ meiner Reise, am Donnerstag, besuchte ich das ausserhalb von Klimovitschi gelegene Altersheim in Borisovitschi. Dies vor allem auch, um unsere geschätzte Leiterin und liebe Freundin Inna wieder einmal zu sehen. Auch hier ist alles beim Alten. Das heisst einerseits, dass das Heim von Inna sehr gut geführt wird, andererseits, dass die Bauschäden – es dringt Wasser vom Flachdach ein – durch das Exekutivkomitee immer noch nicht behoben wurden.

Im Gepäck hatte ich eine Kleiderspende von Denise und Heinz Schweizer (Lucky Horse Biel-Benken). Rund 30 kg neue Kleider, warme Jacken für den Winter, Hemden, Leibchen und vieles mehr. Herzlichen Dank Denise und Heinz, diese nützlichen Geschenke wurden sehr geschätzt und verdankt.

Inna. die Heimleiterin setzt sich seit Jahren unermüdlich für das Heim und die Bewohner ein

Die letztes Jahr im Gemüsegarten des Altersheim angepflanzten Kartoffeln lagern im Keller

Am gleichen Tag sind wir wieder nach Minsk zurückgefahren und ich habe am Abend auch Herrn Dr. Andrei Kulashanka und seine Gattin getroffen. Ein gemütliches, familiäres Nachtessen mit Andrei, Natascha, Ivan und Juri hat diese erfolgreiche Reise abgeschlossen.

In diesen vier Tagen haben wir 1’150 km zurückgelegt und nur Erfreuliches erlebt. Herzlichen Dank an alle, die zu dieser erfolgreichen Reise beigetragen haben.

Die Laube steht !

Soeben haben wir Bilder unserer „Weihnachtsgeschenke“ für’s Altersheim in Lubtscha erhalten. Die Laube steht und der Fernseher läuft.

Termingerecht wurde die Laube, eine beliebte und viel benutzte Sitzgelegenheit im Freien für die Bewohner des Hauses, neben dem Eingang erstellt. Auch wenn die Witterung nicht gerade einladend ist, so wird auch bei den herrschenden Temperaturen die Laube zum Rauchen aufgesucht werden. Sobald es wärmer wird, werden die Betagten auch Kartenspielen oder einfach einen Schwatz abhalten.

Im Aufenthaltsraum wurde ein grosser Fernseher montiert. Nun können, auch wenn das Sehvermögen bei vielen etwas gelitten hat, die Bilder erkannt werden. Fernseh schauen ist eine der wenigen Abwechslungen im Alltag der Betagten.

Die zufriedenen Gesichter zeigen, dass die Bewohner des Altersheims Freude an diesen neuen Einrichtungen haben.

Abendessen im Altersheim von Borisovitschi

Wie wir im letzten Artikel geschrieben haben, hat Inna die Heimleiterin von uns einen finanziellen Beitrag für das Weihnachtsfest erhalten.

Da die christliche Weihnacht in Belarus nicht wie bei uns gefeiert wird, werden die Festivitäten später nachgeholt. Das „Weihnachtsabendessen“ hat Inna für die 45 Betagten im Heim am 30. Dezember organisiert.

Zum Tee gabs für jeden Bewohner des Altersheims auch ein Stück Torte ….

…. und zudem eine Tüte mit Obst, Schokolade und Süssigkeiten, alles Sachen, die sich die Menschen mit ihrer bescheidenen Rente nicht leisten können.

Das orthodoxe Weihnachtsfest wird am 7. Januar gefeiert.

Wir wünschen den Betagten im Altersheim von Borisovitschi, der Heimleiterin Inna, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sowie allen, die uns die Verbindung zum Altersheim gewährleisten, gute Gesundheit und Zufriedenheit im neuen Jahr.

Weihnachtsgrüsse aus Klimovitschi

Obwohl wir das Altersheim in Borisovitschi nicht mehr unterstützen, weil wir unsere Ziele erreicht haben, denken wir an Weihnachten immer an die Bewohner des Heims. Auch in diesem Jahr haben wir Inna, der Heimleiterin € 150.- zukommen lassen. Dieser Betrag erlaubt es, für die gut 40 Bewohner und einige Betreuer ein nicht alltägliches, abwechslungsreiches Weihnachtsessen zuzubereiten.

Das Exekutivkomitee der Stadt Klimovitschi bedankt sich auch dieses Jahr für unsere Hilfe. Nachfolgend der übersetzte Dankesbrief:

 

Wir wünschen den Betagten, dem Pflegepersonal und allen, die uns bei diesem Projekt geholfen haben eine schöne, besinnliche Weihnachten und gute Gesundheit im neuen Jahr.

Weihnachtsaktion Pensa Strassenbau AG

Die Firma Pensa Strassenbau AG in Basel unterstützt, anstelle eines Weihnachtsgeschenkes an ihre Kunden, unsere Stiftung.
Ganz gezielt hilft sie uns beim Bau einer Badestube „Banja“ für das Altersheim in Kamen bei Lepel, Belarus (Weissrussland).

 

 

In unseren Beiträgen vom 17. Mai und 8. Juli dieses Jahres haben wir über die Möglichkeit einer Zuwendung seitens unserer Stiftung, für eine Banja im Altersheim in Kamen berichtet.

In der Zwischenzeit haben wir genaue Unterlagen, detaillierte Pläne  und einen Kostenvoranschlag für die Banja  erhalten. Die ursprünglich, ohne genaue Pläne  budgetierten Fr. 42’000.00, schienen uns auf Grund unserer Erfahrung in Borisovitschi, unrealistisch. Der überabeitete und jetzt verbindliche Kostenvoranschlag beträgt Fr. 30’000.00. Von diesem Betrag, das ist vertraglich festgehalten, beteiligt sich die Behörde von Lepel mit 50%.

Dank dem grossen Erfolg mit unserem Buure-Zmorge und der grosszügigen Unterstützung durch die Firma Pensa Strassenbau AG in Basel, kommen wir unserem Ziel, eine Banja für die Betagten im Altersheim in Kamen, immer näher.

Viktor und Doris Pensa,  herzlichen Dank für diese Idee und den grosszügigen Beitrag an unser Projekt !

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