Weitere Unterstützung für die Projekte von Frau Rohde in Burkina Faso

Weitere Unterstützung für die Projekte von Frau Rohde in Burkina Faso

Im April letzten Jahres haben wir von der spontanen Unterstützung der Projekte von Frau Katrin Rohde in Burkina Faso berichtet. Sie bietet Waisen eine Unterkunft, Kindern und Jugendlichen eine Ausbildung und medizinische Betreuung an. Auch Menschen mit Behinderungen werden gefördert und in Arbeitsprozesse eingegliedert.Geplant war im letzten Herbst ein Besuch in Ouagadougou. Die politischen Unruhen haben dies aber verunmöglicht. In der Zwischenzeit hat Urs Herzog Frau Rohde, sowie Frau Sonja Dinner, Präsidentin der DEAR Foundation, welche seit längerer Zeit aus Überzeugung die Arbeit von Katrin Rohde namhaft unterstützt, in der Schweiz getroffen.

Das Wirkungsfeld von Frau Rohde ist ebenso umfassend wie beeindruckend.

1995 eröffnete die ehemalige Buchhändlerin aus Plön (Schleswig-Holstein) in Ouagadougou ein Waisenhaus für Strassenjungen. Ihr Handeln folgte stets dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“. Dabei sind Bildung und Aufklärung das zentrale Ziel, um Menschen langfristig ein selbst bestimmtes Leben in ihrem eigenen Land zu ermöglichen. Mit dieser Bestimmung gelang es Katrin Rohde eine stabile und wirkungsvolle Einrichtung mit inzwischen über 120 mehrheitlich einheimischen und lokal geschulten Angestellten zu realisieren.

Die guten Kontakte von Frau Rohde zu vielen politischen Grössen in der Regierung von Burkina Faso helfen, ihre Projekte ohne grosse “Behinderungen“ zu realisieren.

Auf Anfrage, wie wir mit einem für unsere Stiftung adäquaten Beitrag helfen könnten, erhielten wir folgende Wunschliste:

Kueche Kindergarten

Wir haben die Beträge überwiesen und neben einem herzlichen Dank auch viele Bilder erhalten, die die Anschaffungen und die Freude der Kinder zeigen.

Bänke und Tische im Kindergarten

Bücher und Spielsachen

So sieht die Küche aus

Freude über die Eimer, Töpfe und Teller

Um sich ein Bild über den Umfang dieses Projektes zu machen ist die folgende Webseite zu empfehlen: https://www.sahel.de/ampo/einrichtungen  

Es sind nicht nur eindrückliche, sondern auch bewegende Schilderungen und Hintergründe, die für die Arbeit von Frau Rohde enorme Bewunderung abverlangen.

Neuigkeiten aus Borisowitschi

Soeben haben wir die Mitteilung erhalten, dass im Belarussischen Fernsehen ein Bericht über Altersheime ausgestrahlt wurde. Es wurde gezeigt, dass nicht nur in der Haupstadt Minsk, sondern auch auf dem Land Betagte eine Obhut finden können. In diesem Bericht wurde auch “unser“ Heim in Borisowitschi erwähnt.

Die  kurze Sequenz in der das Altersheim gezeigt wird im folgenden Video:

Die alte Dame tritt aus einem, zum Altersheim gehörenden Haus, in denen noch selbständige Betagte wohnen können. Sie ist für die Haltung der Hühner verantwortlich. Dass diese liebevoll betreut werden ist offensichtlich.

Dass unsere Idee eines Hühnerstalls, obwohl zuerst skeptisch betrachtet wurde, nun doch gut ankommt, freut uns sehr.

Man sieht auch die Betagten bei der Weihnachtsfeier, die durch einen Zustupf unsererseits gemütlicher gestaltet werden konnte.

Die 84-jährige Dame beim Häkeln, Nadesha Grigorjevna, sagt folgendes: Ich bin da, weil es keinen anderen Platz für mich gibt. Es wurde mit gesagt, Grigorjevna, das Alter ist nah und es gibt sonst keiner, der dir eine Tasse Tee bringen kann.

Wir danken unserem Freund Ivan Borschtschov für Zustellung dieser Information.

Ein neues Projekt

Im Zeitraum von 2007 bis 2012 hat der Rotary Club Allschwil zusammen mit der Stiftung Wakina Mama na Watoto (Suaheli: Mütter und Kinder) den Bau einer Wasserversorgung im Süden Tansanias ermöglicht. Als Rotarier dieses Clubs haben wir – Urs Herzog und Rolf Metzger – uns zusammen mit Christine Metzger, sehr engagiert.

Das Projekt und die baulichen Massnahmen wurden professionell geführt. Während all dieser Jahre war ständig ein Fachmann aus der Schweiz vor Ort anwesend, um die Arbeiten zu überwachen. Die Wasserversorgung ist fertiggestellt und wurde der Bevölkerung übergeben. Die Instandhaltung und der Betrieb werden von ausgebildeten Einheimischen zur Zufriedenheit aller geführt.

Im Jahr 2008 haben wir das Dorf Hezya, dem diese Wasserversorgung zugutekommt, besucht. Wir haben auch die vorhandenen Schulgebäude gesehen, die auf uns einen erbärmlichen Eindruck machten. Über 600 Kinder besuchen diese Schule. Die Stiftung Wakina Mama na Watoto hat sich seit längerer Zeit auch diesen Schulhäusern angenommen. Einige können repariert werden, andere sind derart baufällig, dass sie abgerissen und neu aufgebaut werden müssen.

Unsere Stiftung we-help ist bereit mit einem Betrag von 10‘000.- CHF zu helfen. Damit kann, wie auf dieser Zusammenstellung ersichtlich, Folgendes erreicht werden:

Renovation von Fenstern, Türen, Böden und Ergänzungen der Inneneinrichtung

Einzelpositionen:

ArtikelAnzahlBemerkungenPreis pro Stück
Wandtafel  2Farbe, Grund- und FeinputzFr. 150.00
Schulbänke60für 2 SchulzimmerFr.   40.00
Tische  4 Fr.   45.00
Stühle  4 Fr.   45.00
Kasten  4 Fr. 230.00
Fenster18 Fr.   50.00
Türen  4 Fr. 120.00

Gesamtkosten inkl. Ausbessern des Bodens Fr. 10’000.00

GebäudeIMG_9981

Altersheim in Kamen (Belarus)

Das Buure-Zmorge brachte uns den erhofften Erlös, um die Rehabilitations-Hilfsmittel für das Altersheim in Kamen zu finanzieren. Wir haben Bilder vom Heim erhalten, die die neuen Hilfen zeigen.

Nicht nur die Betagten sind für diese Anschaffungen dankbar, sondern auch das Personal, dem dadurch auch die Pflege erleichtert wird.

Damit – Mithilfe bei der Finanzierung der Banja (Badestube), Einbau von zwei Duschen, Kauf von zwei Waschmaschinen und den Hilfsmitteln – ist unser Engagement in diesem Altersheim beendet.

Dennoch werden wir Belarus und die Altersheime nicht vergessen. Im Heim von Borisovichi werden wir weiterhin das Weihnachtessen ermöglichen und sicher auch Inna, die das Heim vorbildlich führt und die Betagten betreut, einen Besuch abstatten.

Sollten wir für weitere Hilfe angefragt werden, haben wir ein offenes Ohr.

Das Buure-Zmorge in der Gärtnerei Allemann

Nach unserem ersten Buure-Zmorge vor zwei Jahren, haben wir es wieder gewagt die Freunde der Stiftung we-help zu einem weiteren, solchen Anlass einzuladen. Schon vor einigen Monaten haben wir mit den Vorbereitungen begonnen. Die grosszügige Mithilfe und Unterstützung der Familie Allemann, sowie Eliane und Noldi Stocker, haben uns dabei sehr geholfen. Auf dem “Speisezettel“ standen Rösti mit Speck und Spiegeleiern, verschiedene Käsesorten, viele Arten von Aufschnitt, Brot und Zopf vom Bauernhof, Joghurt, Flocken, Früchte, Fruchtsäfte, Kaffee, Tee, Ovomaltine, Schokolade. Das Buffet liess kaum Wünsche übrig.

In der einen Hälfte der Arbeitshalle konnte das Zmorge eingenommen werden…

…im anderen Teil konnten sich die Gäste am Büffet, das von allen gelobt und bewundert wurde, bedienen

Die ersten Gäste kamen kurz vor neun Uhr und bald war die grosse Arbeitshalle der Gärtnerei voll gutgelaunter Besucher. Zur fröhlichen Stimmung haben auch eine Alphornbläsergruppe und der Jodlerklub Muttenz beigetragen. Bald mussten wir weitere Tische und Stühle platzieren, damit sich alle verpflegen konnten. Es haben über 200 Gäste an diesem Buure-Zmorge teilgenommen. Für uns war es ein schönes und befriedigendes Erlebnis.

Das Ziel dieses Anlasses war, die für das Altersheim in Kamen (Belarus) versprochenen Rehabilitations-Hilfsmittel zu finanzieren. Dank der grossen Teilnehmerzahl und zusätzlichen Spenden haben wir dieses Ziel erreicht.

Herzlichen Dank an alle, die uns dabei in irgendeiner Form unterstützt haben.

Bericht unserer Reise vom 8. – 11. Juli 2015 nach Belarus

Mitte Juni haben wir von der Stadtverwaltung Lepel die Mitteilung erhalten, dass am 10. Juli die Einweihungsfeier für die fertiggestellte Banja, die Inbetriebnahme der beiden Waschmaschinen und der Einbau der beiden Duschen im Altersheim von Kamen stattfindet.

Dies hat uns überrascht, aber auch erfreut. Vor einem Jahr, kurz nach unserem letzten Besuch in Lepel, sind die Kommunikation und damit auch der Fortschritt mit unseren Projekten eingefroren. Grund war, dass wir nicht der Russischen und die Verantwortlichen im Exekutivkomitee nicht der Deutschen Sprache mächtig waren. Der Zufall wollte es, dass wir auf Tatyana Kulesh, eine Englischlehrerin in Lepel, gestossen sind. Sie beherrscht auch die Deutsche Sprache in einer Form, die uns nur staunen lässt.

Dank ihr konnten wir nun regelmässig den Kontakt mit den Behörden aufrechterhalten. Die Kostenvoranschläge für die beiden Waschmaschinen und den Einbau der Duschen haben wir umgehend erhalten.

Nun war es soweit. Wir sind nach Lepel gereist um diesen Feierlichkeiten beizuwohnen. Am Vorabend haben wir Tatyana und ihren Gatten bei einem Nachtessen  kennengelernt. Es ist ein spezieller Moment, wenn man einen Menschen, mit dem man seit Monaten kommuniziert, plötzlich vor sich sieht. Ein  schönes Erlebnis. Diesen Abend haben wir in ganz speziellem Rahmen, im Hotel Plavno www.berezinsky.by verbracht, tief im Naturschutzgebiet von Berezina gelegen und haben einmal mehr ein einmaliges Bauwerk in Belarus kennengelernt.

Es freut uns, dass die Bewohner des Altersheims einen schönen, abwechlungsreichen und gemütlichen Abend hatten.

Wir danken Inna, der unermüdlichen Heimleiterin und Ivan für die Organisation dieses Anlasses.

Tags darauf haben uns unsere Freunde Dr. Andrei Kulazhanka und seine Gattin Natascha abgeholt und zusammen mit Tatyana haben wir das Altersheim in Kamen besucht. Der Empfang war, wie wir dies in Belarus schon immer erlebt haben, überaus herzlich. Ein Gesangs-Chor, Behinderte eines Heims in Kamen, hat uns musikalisch begrüsst, Dankesreden und die Übergabe eines Dokumentes und eines Dankes-Kuchens haben dann zum Rundgang geführt.

Die Banja steht, allerdings noch nicht ganz betriebsbereit. Es fehlen noch Kleinigkeiten, doch es wurde uns versichert, dass die Finanzierung garantiert ist und auf den Winter hin, die Banja in Betrieb genommen werden kann.

Die beiden Duschen sind installiert und können in Betrieb genommen werden. Die Waschmaschinen sind angeschafft und müssen nur noch angeschlossen werden.

Alles in allem ein erfreuliches Ergebnis, dass nach langwierigem Ablauf doch noch zustande gekommen ist. Wie in Borisovitschi, ist auch in Lepel die Heimleiterin, Elena Tschuwiliana eine eindrückliche Persönlichkeit, die das Heim vorbildlich führt. Sauberkeit und Ordnung waren beeindruckend. Bei einem gemütliche “Zwieri“ bei dem auch der Chef des Sozialamtes anwesend war, haben wir über das weitere Vorgehen und die Wünsche der Heimleiterin gesprochen.

Das ist der Dankesbrief, in Russisch und Deutsch, den wir vom Vorsitzenden des Exekutivkomitees der Stadt Lepel erhalten haben.

Wenn wir schon Belarus besuchen, so kommen wir nicht darum herum, auch dem Altersheim in Borisovitschi und der Heimleiterin Inna einen Besuch abzustatten. Wie erwartet, wird auch hier das Heim durch Inna vorbildlich geführt und die Betagten werden fürsorglich betreut. Was sehr enttäuschend ist, dass sich das Exekutivkomitee immer noch nicht um das undichte Dach kümmert. Seit Jahren läuft an verschiedenen Orten Wasser in die Wände und führt zu Schimmelbildung. Solange diese Schäden nicht behoben werden, werden wir für das Heim keine weitere Hilfe mehr leisten. Wir bemühen uns, zusammen mit unseren Freunden aus Deutschland und Holland, das Exekutivkomitte zu bewegen, sich um diese Schäden  zu kümmern.

Unverständlich, dass bei einem derart massiven Wasserschaden nichts unternommen wird.

 

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