Ein weiterer Besuch in Borisovitschi

Ein weiterer Besuch in Borisovitschi

Nach langer Zeit haben wir uns entschlossen, wieder nach Borisovitschi zu reisen. Ein grosses Problem war das seit Jahren undichte Flachdach des Altersheims. In vielen Zimmern drang das Wasser ein und führte zu Schimmelbildung. Anfangs Jahr haben wir die Mitteilung erhalten, dass das Exekutivkomitee der Stadt Klimovitschi den Bau eines Satteldaches beschlossen und ausgeführt hat. Wir waren natürlich sehr gespannt, wie sich dieser Umbau präsentiert. Zusammen mit unseren Freunden aus Holland und Deutschland, die uns vor 12 Jahren auch schon begleitet haben, sind wir für vier Tage nach Belarus gereist. Mittlerweile braucht es für einen Aufenthalt von weniger als 30 Tagen kein Visum mehr. Die Einreisekontrollen sind unkompliziert, freundlich und speditiv. Der Flughafen in Minsk zeigt sich nach 12 Jahren topmodern und übersichtlich – der Flughafen Basel kann nicht konkurrieren. Einmal mehr waren wir grenzenlos überrascht und erfreut, was wir angetroffen und gesehen haben. Inna, die treue Seele, führt das Heim vorbildlich und makellos. Alles ist sauber, die Küche in perfekter Ordnung und die Lebensmittelvorräte sind übersichtlich und korrekt gelagert. Unsere früheren Investitionen wie Gemüsegarten, Wäschehänge, Hühnerstall, Sauna und Obstgarten werden gebraucht und unterhalten. Das Dach sieht nicht nur gut aus, es ist dadurch im Innern des Hauses völlig trocken. Was uns gestört und bewogen hat nochmals zu helfen, ist der Bodenbelag im Gang. Die zusammengesetzten und fehlenden Linoleumstücke sind Stolperfallen für die Betagten. Wir haben Inna den Auftrag gegeben, den gesamten Boden im Gang, rund 100 m², zu erneuern. 

Das Altersheim mit dem neuen Dach

Der alte, defekte Bodenbelag

Sauberes, übersichtliches Lebensmittellager

Auf der Rückreise nach Minsk haben wir in Mogilev das St. Nicholas Monastir besucht. Ein Kloster aus dem 17. Jahrhundert, das bis heute keine Nachwuchsprobleme kennt.

Das St. Nicholas Monastir in Mogilev

Junge Nonnen leben im Kloster

Die Trennwand (Ikonostase) zwischen Gemeinde- und Altarraum

Ein weiteres, eindrückliches, aber auch sehr bewegendes Erlebnis war der Besuch der Nationalen Gedenkstätte der Republik Belarus. Sie erinnert an die Ereignisse des vaterländischen Krieges. Ein Viertel der Belarussischen Bevölkerung verlor in dieser Zeit ihr Leben.

Der Vater mit seinem toten Kind auf den Armen

Drei Birken für die Überlebenden, das Feuer für die Verstorbenen

Eine Gedenkstätte für 2,3 Millionen Opfer

Wir sind zurückgekehrt in der Überzeugung, dass sich unser Einsatz in Belarus,  für die Altersheime in Lubtscha, Kamen und Borisovitschi gelohnt hat.

Neues aus dem Himalaya

Alle fünf Gewächshäuser sind mit Hilfe der Familien, die sie erhalten haben, aufgebaut worden und das Gemüse wurde angepflanzt. Es ist erstaunlich, dass trotz den ungünstigen klimatischen Verhältnissen in diesen Häusern bis fünf Ernten jährlich produziert werden können.

Die Bilder zeigen die eindrücklichen Resultate.

Folgender Auszug aus einem Bericht zeigt das vorbildliche soziale Verhalten der Menschen:

“ Die Familien halfen tatkräftig mit, so gut es ging, die Gewächshäuser aufzubauen. Sie haben die Arbeiter mit Tee und Brot bewirtschaftet und waren sehr glücklich. Sie sagten, dass sie den Überschuss an Gemüse gerne an andere arme Familien im Dorf weitergeben möchten und für die Personen, die das Projekt ermöglichten, für ein langes und glückliches Leben beten werden. “

Ein neues Projekt im Himalaya

Unsere Stiftung wurde angefragt, ob sie mithelfen würde, Nomaden im Himalaya zu unterstützen. Dank einer sehr ausführlichen, detaillierten und mit Bilder ergänzten Dokumentation haben wir uns mit dieser Anfrage beschäftigt. Ein Treffen mit der Verantwortlichen in der Schweiz hat uns bestärkt hier mitzuhelfen. (mehr …)

Tschernobyl

Nach der Explosion des Reaktors wurden radioaktive Stoffe freigesetzt, die vor allen nach Norden – Belarus – trieben. Tausende Quadratkilometer Land mussten für die menschliche Nutzung aufgegeben werden. “Unser“ Altersheim in Borisowitschi liegt nur wenige Kilometer neben einer gesperrten Zone.

32 Jahre später darf man diese Zone zwar durchqueren, sollte sich aber nicht lange darin aufhalten. Für uns ein beklemmendes Gefühl.

Das freut uns !

In der neuesten Ausgabe der Sahel-News erschien folgender Artikel:

Neu und modern: unsere Augenarztpraxis.

Eine neue Sehtesteinheit von der Firma Fielmann aus Basel (nach Vermittlung des Präsidenten Urs Herzog unseres Schweizer Partnervereins „we-help“) und neue, grössere Räumlichkeiten finanziert von der Katrin-Rohde-Stiftung. Nun haben wir eine der modernsten Einrichtungen im ganzen Land und können viel besser sehen, was unseren Patienten fehlt und wie wir ihnen helfen können! Im Namen aller Patienten ein ganz grosses Dankeschön an alle Spender und engagierten Helfer!

Die Sehtesteinheit in Betrieb

Erfreuliche Nachricht aus dem Altersheim in Borisowitschi (Belarus)

Unser erster Besuch im Altersheim von Borisovitschi fand im Jahr 2009 statt. Damals wurde das leerstehende Schulgebäude soeben bezogen. Bei unseren folgenden Besuchen stellten wir immer wieder fest, dass es in den Zimmern und in den Gängen einen starken Schimmelbefall gab. Auf dem Flachdach konnten an vielen Orten undichte Stellen erkannt werden, durch die Wasser ins Gebäude eindrang.

Wir haben die Behörden bei jedem späteren Besuch auf diese Mängel und die gesundheitliche Gefährdung der Bewohner aufmerksam gemacht und empfohlen, ein Satteldach über das Haus zu bauen. Die sporadischen Teerflicke brachten keine Besserung.

Über Jahre passierte nichts, weil offensichtlich kein Geld für diesen Umbau vorhanden war.

Umso erfreulicher war die Mitteilung, dass Ende des letzten Jahres mit der Konstruktion des Daches begonnen und diese vor einigen Wochen fertiggestellt wurde. Das Dach lässt nun keine Feuchtigkeit mehr ins Innere des Hauses dringen. Alle schimmelbefallenen Stellen im Haus wurden saniert.

Wir freuen uns mit den Bewohnern für diese Verbesserung der Wohnqualität.

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