Einladung Restaurant Heyer

Einladung Restaurant Heyer

Am 22.Februar 2011 haben die Stiftungsmitglieder Freunde zu einem Nachtessen eingeladen. Das Menu wurde mit Hilfe von zwei Profis selber zubereitet. Ehrengast an diesem Anlass war Herr Konsul Igor Sekreta von der Belarussischen Botschaft in Bern.

Wir haben den Anwesenden die weiteren Ideen für unser Altersheim-Projekt vorgestellt. Eine besondere Ehre für uns war der Besuch von Herrn Igor Sekreta, Konsul der Belarussischen Botschaft in Bern. In seiner Ansprache hat er seinen Dank für die Hilfsbereitschaft aller Anwesenden und unsere Tätigkeit ausgesprochen. Mit seinem offenen, sympathischen und gefühlvollen Auftritt hat er uneingeschränkten Respekt aller Anwesenden erhalten.

Mit Hilfe der Profis Andi Bruggmann und Glyn Herzog vom Restaurant Heyer in Biel-Benken, haben wir unseren Gästen ein mehrgängiges Nachtessen zubereitet. Zum Apéritv wurden Krimsekt, Kreml Salami, Rauchkäse, Bauchspeck und eingelegte Gurken serviert. Nach der Bouillon, mit selber zubereiteten Pelmenis (eine Art Raviolis), folgte eine Geflügelpastete mit Zwetschgen Chutney. Den kulinarischen Höhepunkt – von allen Gästen ausnahmslos gelobt – bildete das Rindsfiletgulasch Stroganoff mit Reibekuchen, roter Bete und Federkohl. Der Abschluss krönte eine Charlotte Russe.

 

An diesem Abend haben wir nicht nur einen unerwartet grossen Geldbetrag für unser Altersheim eingenommen, sondern auch gute und freundschaftliche Kontakte knüpfen können. Es war ein rundum gelungener Anlass. Die vielen dankbaren Rückmeldungen haben uns sehr gefreut und uns in unserem weiteren Vorgehen bestätigt.

 

2011: Wie weiter?

Nach unserer Rückkehr von der Reise im August 2010, wurde vom Garten ein detaillierter Plan erstellt. Dies gibt uns die Grundlage für die weitere Planung.

Unser Ziel ist es, den Garten des Altersheims so umzugestalten, dass er für alle Bewohner, auch im Rollstuhl, zugänglich ist. Auch sollen der Gemüsegarten, die Obstbäume und Sträucher in die bestehende Anlage integriert werden. Stühle, Bänke und Tische sollen zum Verweilen im Garten einladen. Die klimatischen Verhältnisse im Sommer sind ideal. Davon konnten wir uns überzeugen.

Im Jahr 2011 möchten wir mit diesen Veränderungen beginnen. Die Ideen gehen uns nicht aus. Vielleicht gackern auch bald einmal einige Hühner im Garten oder der hauseigene Kaninchenbraten kommt auf den Mittagstisch.

Wie schon mitgeteilt (Phase 3) haben wir bei unserem letzten Besuch im August 2010 den ganzen Garten vermessen und den bestehenden Pflanzenbestand aufgenommen. Dies gibt uns die Grundlage für die weitere Planung.

 

Wir sind uns bewusst, dass diese Umgestaltung des Gartens ein grosser finanzieller Aufwand ist. Wir dürfen aber nicht nur unsere Ideen umsetzen, sondern wir müssen die Bedürfnisse der Heimleitung und der Bewohner berücksichtigen. Diese sind meist völlig anders als wir dies erwarten und zum Glück meist viel bescheidener.

Herbstausstellung der Gärtnerei Allemann

Anlässlich der Herbstausstellung der Gärtnerei-Allemann in Witterswil, durften wir unser Projekt „Sauna für’s Altersheim in Borisovitschi“ vorstellen.

Symbolisch für die Sauna, verkauften wir verschiedene Frottétücher mit dem Schriftzug www.we-help.ch. Diese Beschriftungen wurden – unter grossem Zeitdruck – durch Denise und Heinz Schweizer, sowie dem ganzen Lucky-Horse Team in Biel-Benken, unentgeltlich ausgeführt. Denise und Heinz, die unser Projekt schon seit langem unterstützen,  gebührt ein ganz grosser Dank.

Regula und Rolf Allemann stellten uns für unseren Informationsstand einen Platz an bester, zentraler Lage innerhalb der Ausstellung zur Verfügung. Wir durften als zusätzlichen Blickfang einen Oldtimer platzieren. Auch Regula und Rolf, möchten wir für das Entgegenkommen ganz herzlich danken.

Der Einsatz hat sich gelohnt. Einerseits haben wir einen beachtlichen Geldbetrag erzielen können, andererseits haben wir in vielen, interessanten Gesprächen einem grossen Publikum unser Projekt näher bringen dürfen.

Dringende Probleme

Pampers – bei uns eine Selbstverständlichkeit – sind im Altersheim zu oberst auf der Wunschliste. Auch wenn das Geld vorhanden ist, ist das nächste Problem noch nicht gelöst.

Wie üblich, haben wir Ivan vor unserer Abreise Geld gegeben um die dringendsten Probleme im Altersheim zu lösen.

Inna, die Heimleiterin wünschte sich Pampers für die  inkontinenten Bewohner des Heims. Bis jetzt wurde das Problem nur mit herkömmlichen Windeln gelöst, was zu unangenehmen Geruchsemissionen führte.  Auf dem Land sind Pampers kaum erhältlich. Man muss in die nächst grösseren Städte, ja sogar bis Minsk gehen, um diese zu erhalten. Mit der Lieferung, die Ivan organisiert hat, konnte fast der Jahresbedarf an Pampers gedeckt werden.

Genauso folgte eine detaillierte Abrechnung!

Phase 3: Pläne und Ziele

Im August 2010 führte uns eine weitere Reise nach Borisovitschi. Ziel war es, die für die Bewohner kaum brauchbare Gartenanlage festzuhalten, um eine einfache aber begehbare Umgebung zu planen. Iris Salathé, Landschaftsarchitektin, hat uns begleitet. 

Die Bewohner des Altersheims haben den langen und kalten Winter dank den gut isolierenden Fenstern in einem angenehmen Umfeld verbringen können. Der Frühling bewegt die Leute, sich wieder vermehrt im Freien aufzuhalten. Der ehemalige Pausenhof soll deshalb umgestaltet werden, damit ihn die alten Menschen besser nutzen können. Wir haben Ivan den Auftrag gegeben, alles, was es für das Bewirtschaften eines Gemüsegartens braucht, zu besorgen. Die Bewohner, die ihr ganzes Leben immer Selbstversorger waren, haben schon begonnen, Kartoffeln, Tomaten und weiteres Gemüse anzupflanzen. Auch einige Beeren werden sie in diesem Sommer ernten können. Für viele macht der Tagesablauf wieder mehr Sinn. Im Herbst soll in einem weiteren Teil des Geländes ein Obstgarten entstehen.

Es hat sich gezeigt, dass die Badewanne und die Dusche im Altersheim kaum benutzt werden. Einerseits sind diese Einrichtungen bei dieser Generation kaum bekannt, andererseits haben die Senioren Mühe, wieder aus der Badewanne herauszukommen. Die Dusche ist auch sehr unfallträchtig. Die Belarussen haben ihre Körperpflege ein Leben lang mit dem wöchentlichen Saunabad, der Banja, betrieben. Eine Sauna – das ist ein weiteres Projekt, das wir planen. Sobald wir Pläne und eine Kostenorientierung haben werden wir alle zusammen weiter darüber diskutieren. Wir wollen, dass sich auch der Staat  daran beteiligt. Er sollte für die gesamte Infrastruktur (Fundament, Wasser und Stromleitungen) aufkommen und für alle Bewilligungen zuständig sein.

Im August 2010 sind wir wieder nach Borisovitschi gefahren, um das Altersheim zu besuchen. Wir waren über den gepflegten, sauberen Zustand des Heims sehr überrascht. In Inna, der Heimleiterin, haben wir eine enorm engagierte Fachperson, die das Altersheim und die Bewohner perfekt betreut. Vom Exekutivkomitee haben wir erfahren, dass im Altersheim auch schon Seminare durchgeführt wurden und dass schon einigen Regierungsvertretern das Haus gezeigt wurde. Es ist ein Vorzeigeprojekt der Stadt Klimovitschi und des Bezirks Mogilev. Diese Tatsache kann für uns nur von Nutzen sein.

In einer offiziellen Werbebroschüre der Stadt Klimovitschi sind das Altersheim und unser Vertrauensmann Ivan als Ehrenbürger erwähnt.

Teilweise Übersetzung:

  • Das Altersheim, das den alten Leuten im Dorf Borisovitschi Tag und Nacht Aufenthalt gewährt.
  • Ausserdem wurde und wird mit seiner (Ivan Andreevich  Borsch-tschov) Hilfe nennenswerte finanzielle Unterstützung für unser Altersheim geleistet. Dieses gewährt jetzt den alten Leuten im Dorf Borisovitschi Tag und Nacht Aufenthalt. Mit Ivan’s Hilfe wurde auch im Dorf Miloslavitschi die Kirche restauriert.

 

Wir wollen unser Ziel, den Bewohnern eine Sauna zur Verfügung zu stellen, verwirklichen. Unweit des Altersheims haben wir eine sich im Bau befindliche Sauna ansehen können, die etwa der von uns geplanten Grösse entspricht. Die Konstruktion aus Rundholz wird auf einem Fundament erstellt, der Saunaofen wird mit Holz befeuert. Die Gesamtkosten schätzen wir auf ca. 12’000.- Euro.

 

Der Plan wurde vom Architekturbüro der Stadt Klimovitschi gezeichnet. Ursprünglich war die Sauna  viel zu gross dimensioniert. Da höchstens vier betagte Bewohner mit einer Betreuerin die Sauna besuchen, haben wir den Plan „halbiert“ und das Haus auf ca. 50 m² verkleinert. Es enthält einen Umkleide- und Erholungsraum, eine Baderaum, das eigentliche Dampfbad und die Veranda. Unsere Aufgabe war es, den genauen Standort für die Sauna festzulegen.

Um diese Aufgabe zu lösen, konnten wir unser Team mit Iris Salathé verstärken. Iris ist ist  Landschaftsarchitektin  und Mitglied des Rotary Club Allschwil. Sie ist aber nicht als Vertreterin des RC Allschwil, sondern als Freundin und Unterstützerin der Stiftung „we-help“ mitgekommen. Mit ihrem Fachwissen haben wir den ganzen Garten, über 8’000 m², ausgemessen und den Pflanzenbestand festgehalten. Es existierten keine Pläne! Den Standort der Sauna konnten wir – mit Rücksicht auf den bestehenden Baumbestand und den Sonnenverlauf – bestimmen. Schliesslich sollen die Bewohner den Aufenthalt auf der Veranda geniessen können.

 

Kaum ist ein Problem gelöst, sieht man schon das nächste. Der Garten der ehemaligen Schule ist zwar riesig, aber für die meist gehbehinderten Bewohner zum grossen Teil nicht zugänglich. Ein fast 1’000 m² grosser Turnplatz mit Kletterstangen nützt ihnen nichts. Die Pavillons, in denen man sitzen und plaudern könnte, sind nur über hohe Schwellen erreichbar. Es fehlen auch Tische, an denen man – in Belarus eine beliebte Freizeitbeschäftigung – Karten spielen könnte.

 

Ein kleiner Gemüsegarten ist angelegt und bringt Ertrag. Wir konnten uns auch von der guten Qualität der Karotten überzeugen. Leider wurde er ausserhalb des Geländes platziert, weil im „Pausenhof“ keine fruchtbare Gartenerde gefunden werden konnte. Das Geld, um brauchbare Erde anzuschaffen, wir von der Organisation Heim-statt Tschernobyl, einem uns persönlich bekannten und in Deutschland ansässigen, gemeinnützigen Verein, übernommen.

Treffen mit Rotary Club Ingelheim (D)

Um das weitere Vorgehen bei der Unterstützung des Altersheims zu besprechen, wurde unser Vertrauensmann Ivan Borschtschov vom Rotary Club Ingelheim nach Deutschland eingeladen. Dies gab den holländischen Freunden und uns die Gelegenheit, uns alle in Ingelheim zu treffen.

Die aktuellsten Informationen und Pläne, die Ivan mitbrachte, wurden diskutiert und das weitere Vorgehen besprochen.

Im Bild v.l.n.r: Ivan Borschtschow, Klimovitschi; Rolf Mengel, RC Ingelheim (D); Rolf de Bas, RC Bergh (NL); Rolf Metzger, RC Allschwil (CH); Urs Herzog, RC Allschwil (CH); Frans te Pas, RC Bergh (NL).

Überraschenderweise wurde nicht nur Ivan Borschtschow sondern auch alle am Projekt beteiligten Rotarier vom Präsidenten des RC Ingelheim mit dem Paul Harrys Fellow geehrt. Dies ist eine grosse Anerkennung für die Arbeitsgruppe, aber auch ein Ansporn und Verpflichtung den Einsatz weiter zu führen. Dies dürfte Dank der gewonnenen Freundschaft unter den Beteiligten kein Probelm sein.

* (PHF) = Anerkennungspreis von Rotary für humanitäre Einsätze oder für Polio.

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