Altersheim in Kamen (Belarus)

Das Buure-Zmorge brachte uns den erhofften Erlös, um die Rehabilitations-Hilfsmittel für das Altersheim in Kamen zu finanzieren. Wir haben Bilder vom Heim erhalten, die die neuen Hilfen zeigen.

Nicht nur die Betagten sind für diese Anschaffungen dankbar, sondern auch das Personal, dem dadurch auch die Pflege erleichtert wird.

Damit – Mithilfe bei der Finanzierung der Banja (Badestube), Einbau von zwei Duschen, Kauf von zwei Waschmaschinen und den Hilfsmitteln – ist unser Engagement in diesem Altersheim beendet.

Dennoch werden wir Belarus und die Altersheime nicht vergessen. Im Heim von Borisovichi werden wir weiterhin das Weihnachtessen ermöglichen und sicher auch Inna, die das Heim vorbildlich führt und die Betagten betreut, einen Besuch abstatten.

Sollten wir für weitere Hilfe angefragt werden, haben wir ein offenes Ohr.

Das Buure-Zmorge in der Gärtnerei Allemann

Nach unserem ersten Buure-Zmorge vor zwei Jahren, haben wir es wieder gewagt die Freunde der Stiftung we-help zu einem weiteren, solchen Anlass einzuladen. Schon vor einigen Monaten haben wir mit den Vorbereitungen begonnen. Die grosszügige Mithilfe und Unterstützung der Familie Allemann, sowie Eliane und Noldi Stocker, haben uns dabei sehr geholfen. Auf dem “Speisezettel“ standen Rösti mit Speck und Spiegeleiern, verschiedene Käsesorten, viele Arten von Aufschnitt, Brot und Zopf vom Bauernhof, Joghurt, Flocken, Früchte, Fruchtsäfte, Kaffee, Tee, Ovomaltine, Schokolade. Das Buffet liess kaum Wünsche übrig.

In der einen Hälfte der Arbeitshalle konnte das Zmorge eingenommen werden…

…im anderen Teil konnten sich die Gäste am Büffet, das von allen gelobt und bewundert wurde, bedienen

Die ersten Gäste kamen kurz vor neun Uhr und bald war die grosse Arbeitshalle der Gärtnerei voll gutgelaunter Besucher. Zur fröhlichen Stimmung haben auch eine Alphornbläsergruppe und der Jodlerklub Muttenz beigetragen. Bald mussten wir weitere Tische und Stühle platzieren, damit sich alle verpflegen konnten. Es haben über 200 Gäste an diesem Buure-Zmorge teilgenommen. Für uns war es ein schönes und befriedigendes Erlebnis.

Das Ziel dieses Anlasses war, die für das Altersheim in Kamen (Belarus) versprochenen Rehabilitations-Hilfsmittel zu finanzieren. Dank der grossen Teilnehmerzahl und zusätzlichen Spenden haben wir dieses Ziel erreicht.

Herzlichen Dank an alle, die uns dabei in irgendeiner Form unterstützt haben.

Bericht unserer Reise vom 8. – 11. Juli 2015 nach Belarus

Mitte Juni haben wir von der Stadtverwaltung Lepel die Mitteilung erhalten, dass am 10. Juli die Einweihungsfeier für die fertiggestellte Banja, die Inbetriebnahme der beiden Waschmaschinen und der Einbau der beiden Duschen im Altersheim von Kamen stattfindet.

Dies hat uns überrascht, aber auch erfreut. Vor einem Jahr, kurz nach unserem letzten Besuch in Lepel, sind die Kommunikation und damit auch der Fortschritt mit unseren Projekten eingefroren. Grund war, dass wir nicht der Russischen und die Verantwortlichen im Exekutivkomitee nicht der Deutschen Sprache mächtig waren. Der Zufall wollte es, dass wir auf Tatyana Kulesh, eine Englischlehrerin in Lepel, gestossen sind. Sie beherrscht auch die Deutsche Sprache in einer Form, die uns nur staunen lässt.

Dank ihr konnten wir nun regelmässig den Kontakt mit den Behörden aufrechterhalten. Die Kostenvoranschläge für die beiden Waschmaschinen und den Einbau der Duschen haben wir umgehend erhalten.

Nun war es soweit. Wir sind nach Lepel gereist um diesen Feierlichkeiten beizuwohnen. Am Vorabend haben wir Tatyana und ihren Gatten bei einem Nachtessen  kennengelernt. Es ist ein spezieller Moment, wenn man einen Menschen, mit dem man seit Monaten kommuniziert, plötzlich vor sich sieht. Ein  schönes Erlebnis. Diesen Abend haben wir in ganz speziellem Rahmen, im Hotel Plavno www.berezinsky.by verbracht, tief im Naturschutzgebiet von Berezina gelegen und haben einmal mehr ein einmaliges Bauwerk in Belarus kennengelernt.

Es freut uns, dass die Bewohner des Altersheims einen schönen, abwechlungsreichen und gemütlichen Abend hatten.

Wir danken Inna, der unermüdlichen Heimleiterin und Ivan für die Organisation dieses Anlasses.

Tags darauf haben uns unsere Freunde Dr. Andrei Kulazhanka und seine Gattin Natascha abgeholt und zusammen mit Tatyana haben wir das Altersheim in Kamen besucht. Der Empfang war, wie wir dies in Belarus schon immer erlebt haben, überaus herzlich. Ein Gesangs-Chor, Behinderte eines Heims in Kamen, hat uns musikalisch begrüsst, Dankesreden und die Übergabe eines Dokumentes und eines Dankes-Kuchens haben dann zum Rundgang geführt.

Die Banja steht, allerdings noch nicht ganz betriebsbereit. Es fehlen noch Kleinigkeiten, doch es wurde uns versichert, dass die Finanzierung garantiert ist und auf den Winter hin, die Banja in Betrieb genommen werden kann.

Die beiden Duschen sind installiert und können in Betrieb genommen werden. Die Waschmaschinen sind angeschafft und müssen nur noch angeschlossen werden.

Alles in allem ein erfreuliches Ergebnis, dass nach langwierigem Ablauf doch noch zustande gekommen ist. Wie in Borisovitschi, ist auch in Lepel die Heimleiterin, Elena Tschuwiliana eine eindrückliche Persönlichkeit, die das Heim vorbildlich führt. Sauberkeit und Ordnung waren beeindruckend. Bei einem gemütliche “Zwieri“ bei dem auch der Chef des Sozialamtes anwesend war, haben wir über das weitere Vorgehen und die Wünsche der Heimleiterin gesprochen.

Das ist der Dankesbrief, in Russisch und Deutsch, den wir vom Vorsitzenden des Exekutivkomitees der Stadt Lepel erhalten haben.

Wenn wir schon Belarus besuchen, so kommen wir nicht darum herum, auch dem Altersheim in Borisovitschi und der Heimleiterin Inna einen Besuch abzustatten. Wie erwartet, wird auch hier das Heim durch Inna vorbildlich geführt und die Betagten werden fürsorglich betreut. Was sehr enttäuschend ist, dass sich das Exekutivkomitee immer noch nicht um das undichte Dach kümmert. Seit Jahren läuft an verschiedenen Orten Wasser in die Wände und führt zu Schimmelbildung. Solange diese Schäden nicht behoben werden, werden wir für das Heim keine weitere Hilfe mehr leisten. Wir bemühen uns, zusammen mit unseren Freunden aus Deutschland und Holland, das Exekutivkomitte zu bewegen, sich um diese Schäden  zu kümmern.

Unverständlich, dass bei einem derart massiven Wasserschaden nichts unternommen wird.

 

Weihnachtsfeier im Altersheim Borisovitschi

Anlässlich der Reise nach Belarus im Juni letzten Jahres, hat unsere Stiftung der Heimleiterin Inna 200.– € für das Weihnachtsfest im Altersheim von Borisovitschi gegeben. Die christliche Weihnacht wird nicht gefeiert, dafür der Silvester. Orthodoxe Christen feiern die Geburt von Jesus Christus immer am 7. Januar. Die kleinen Geschenke wurden allen am Abend zuvor, dem Heiligabend, überbracht. Wir haben von diesem Anlass Bilder erhalten. Inna hat auch eine Gesangsgruppe organisiert, um den Bewohnern eine Freude zu bereiten.

Wie gewohnt haben wir eine detaillierte Abrechnung erhalten. Weihnachtsschmuck, Geschenke für 33 Bewohner, Transport der Gesangsgruppe etc. 1’6 Mio. Rubel, ca. 125.– €.

Nationalfeiertag der Republik Belarus

Aus Anlass des Nationalfeiertages der Republik Belarus am 3. Juli, wurden wir, wie in den vergangenen Jahren, zu einem Empfang der Botschaft eingeladen. Im Bärtschihuus in Gümligen wurden Urs Herzog und ich durch den Geschäftsträger a.i. und Botschaftsrat Herr Leonid Shinkevich und seine Gattin herzlich empfangen. Nach einer kurzen Ansprache und einer musikalischen Darbietung durch einen Belarussischen Pianisten, konnte man sich am Büfett bedienen. All diese Köstlichkeiten, die zur Belarussischen Küche gehören, wurden durch die Damen der Botschaft, allen voran Frau Shinkevich hergezaubert. Wir wurden verwöhnt, so wie wir es immer wieder auf unseren Reisen erleben durften.

Herr Konsul Juri Bulavko und seine Familie kehrten vor einigen Wochen turnusgemäss nach dreijähriger Amtszeit wieder nach Belarus zurück. Wir bedanken uns für das schöne, freundschaftliche Verhältnis, das wir mit ihnen hatten. Gleichzeitig konnten wir auch seine Nachfolgerin, Frau Alesia Gorkusha, die erst seit wenigen Tagen im Amt ist, kennenlernen.

Sie ist erste Botschaftssekretärin und Konsulin. Mit ihr konnten wir uns unterhalten und zusammen unsere Ideen und zukünftigen Pläne besprechen.

Es war ein weiterer Anlass, der die schöne Zusammenarbeit zwischen unserer Stiftung we-help und der Botschaft der Republik Belarus unterstreicht.

Eine Reise an unsere drei Projektorte in Belarus

Wie es zu unserer Philosophie gehört, kontrollieren wir unsere Projekte jeweils auch vor Ort. Vom 9. bis 13 Juni habe ich die Altersheime in Lubtscha, Kamen und Borisovitschi leider alleine besucht. Mein Freund Urs Herzog musste wegen gesundheitlichen Problemen kurzfristig auf die Reise verzichten. Was ich gesehen habe, hat mich durchwegs begeistert.

Am Pfingstmontag, nach meiner Ankunft in Minsk, wurde ich vom Chefarzt des Spitals von Lubtscha, Sergei Bratkovskij und  der Dolmetscherin Iphgenia mit einem Fahrzeug der Stadt Novogrudok abgeholt. Nach der Ankunft in Lubtscha bezog ich in einem wunderschönen Jagdhaus meine Unterkunft und konnte bei einem gemütlichen Nachtessen mit dem Chefarzt und dem Verantwortlichen für soziale Dienste im Exekutivkomitee, Herrn Alexander Silitsch, über alle Fragen und Probleme reden.

Das in privatem Besitz stehende Jagdhaus in Lubtscha

Lubtscha

Am nächsten Morgen, Dienstag,  stattete ich dem Altersheim und dessen Bewohnern einen Besuch ab. Ich wurde bereits freudig erwartet und es war von beiden Seiten ein berührendes Wiedersehen. Im Haus ist alles so wie ich es erwartet hatte – gepflegt und sehr sauber. Zum ersten Mal konnte ich die fertiggestellte und seit neun Monaten in Betrieb genommene Waschküche sehen. Besser kann es nicht sein.

Die Waschküche, wie wir sie im Jahr 2012 angetroffen haben

Heute ein sauberer, angenehmer Arbeitsplatz

Anschliessend habe ich das Spital besucht, das sich zurzeit in einem grossen Umbau befindet. Wie im Altersheim wird alles von Grund auf renoviert. Vielleicht hat unsere Initiative im Altersheim den Ansporn dazu gegeben.

Ein Punkt liegt dem Chefarzt auf dem Herzen: Die sehr sauber gehaltene Küche ist rund 40 Jahre alt. Das Meiste funktioniert noch, Ersatzteile für defekte Geräte sind aber kaum mehr erhältlich. Hier wäre Hilfe angesagt. Sobald wir im Besitz von genauen Plänen und einer Kostenorientierung sind, werden wir abklären, ob eine finanzielle Unterstützung unsererseits und eine Zusammenarbeit mit dem Exekutivkomitee so wie beim Altersheim möglich sind.

Die Küche ist sehr sauber, aber die Geräte sind alt und einige defekt

Drei alte, zum Teil defekte Kipp-Kochkessel

Die Stellvertretende Vorsitzende, Frau Svetlana Nikolaevna, hat mich in Novogrudok empfangen und sich für unsere Hilfe bedankt. Über meinen Besuch in Lubtscha und den Empfang in Novogrudok wurde in der lokalen Zewitung berichtet.

Anschliessend wurde ich wieder nach Minsk zurückgebracht. Für den ganzen Aufenthalt und die Fahrten war ich von der Regierung der Stadt Novogrudok und dem Spital Lubtscha eingeladen. Herzlichen Dank.

In Minsk habe ich unsere Freunde Ivan Borschtschov und Juri Biliazki, einen jungen, initiativen Unternehmer aus Klimowitschi, den wir auch von unseren früheren Besuchen kennen, getroffen. Gleich anschliessend fuhren wir zusammen nach Lepel weiter. Noch am gleichen Abend konnte ich bei einem gemeinsamen Nachtessen mit dem Vorsitzenden des Exekutivkomitees, Herrn Boris Efremov und dem Saunabauer Alexander über das weitere Vorgehen reden.

Kamen

Am Mittwoch konnte ich zum ersten Mal die sich im Bau befindliche Sauna des Altersheim in Kamen, etwa 20 km von Lepel dem Bezirkshauptort entfernt, sehen. Was mich überrascht hat ist einerseits die Grösse der Banja – allerdings muss man sehen, dass in diesem Altersheim 60 Bewohner leben – und die qualitativ hochstehende Ausführung der Zimmermannsarbeiten. Auch wenn die Kosten vermutlich etwas höher ausfallen, so bleibt der abgemachte Beitrag, der unsere Stiftung leistet, unverändert.

Links sind der Eingang und die Terrasse erkennbar, rechts die vier Räume

Die einzelnen Holzteile sind sehr genau bearbeitet.

Für die 60 Bewohner stehen drei normale Haushaltwaschmaschinen (5 kg) zur Verfügung. Ich habe mit der Verantwortlichen ausgerechnet, dass jede dieser Maschinen rund neun Stunden pro Tag läuft, was die Anfälligkeit und Reparaturen stark erhöht. Unsere Stiftung hat sich bereit erklärt, bei der Finanzierung von drei grösseren Waschmaschinen finanziell in gleichen Mass mitzuhelfen wie bei der Sauna, d.h. je hälftig das Exekutivkomitee und hälftig wir. Nach meinem Besuch in diesem peinlich sauber gehaltenen Heim sind wir nach Klimovitschi weitergefahren.

Borisovitschi

Am letzten “Arbeitstag“ meiner Reise, am Donnerstag, besuchte ich das ausserhalb von Klimovitschi gelegene Altersheim in Borisovitschi. Dies vor allem auch, um unsere geschätzte Leiterin und liebe Freundin Inna wieder einmal zu sehen. Auch hier ist alles beim Alten. Das heisst einerseits, dass das Heim von Inna sehr gut geführt wird, andererseits, dass die Bauschäden – es dringt Wasser vom Flachdach ein – durch das Exekutivkomitee immer noch nicht behoben wurden.

Im Gepäck hatte ich eine Kleiderspende von Denise und Heinz Schweizer (Lucky Horse Biel-Benken). Rund 30 kg neue Kleider, warme Jacken für den Winter, Hemden, Leibchen und vieles mehr. Herzlichen Dank Denise und Heinz, diese nützlichen Geschenke wurden sehr geschätzt und verdankt.

Inna. die Heimleiterin setzt sich seit Jahren unermüdlich für das Heim und die Bewohner ein

Die letztes Jahr im Gemüsegarten des Altersheim angepflanzten Kartoffeln lagern im Keller

Am gleichen Tag sind wir wieder nach Minsk zurückgefahren und ich habe am Abend auch Herrn Dr. Andrei Kulashanka und seine Gattin getroffen. Ein gemütliches, familiäres Nachtessen mit Andrei, Natascha, Ivan und Juri hat diese erfolgreiche Reise abgeschlossen.

In diesen vier Tagen haben wir 1’150 km zurückgelegt und nur Erfreuliches erlebt. Herzlichen Dank an alle, die zu dieser erfolgreichen Reise beigetragen haben.

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