Weitere Hilfe für die Kinder im Waisenhaus in Yushu

Das Waisenhaus in Yushu, das ich im April besucht habe, liess mich nicht los.

Die Kinder haben immerhin neue Betten und in den wenigen Kommoden Platz für eine minimale Privatsphäre. Sonst aber mangelt es an vielem.

Rita, von der wir auf das Projekt aufmerksam gemacht wurden und seit Jahren auch dort ihre Ferien verbringt, machte im Herbst wiederum eine Reise nach China. Der Vertrauensmann vor Ort, Tashi, war bereit, Rita zu treffen und sie war bereit, sehr viel Mehrgepäck mitzunehmen. Diese erfreulichen Begebenheiten haben wir genutzt.

Wir haben ihr noch Geld für zwei weitere Gewächshäuser mitgegeben – das war einfach. Für die Kinder und die Betreuer haben wir Fleece-Jacken und Mützen eingekauft. Das waren immerhin je 30 Stück, die wir vakuumiert haben, damit alles in einer grossen, schlussendlich 18 Kg schweren Reisetasche Platz hatte.

Zudem haben wir noch für alle Kinder “Schulutensilien“ besorgt. Ein Etui mit Kugelschreiber, Bleistiften, Radiergummi, Spitzer, Filzstiften, Farbstiften, Massstab und Schere. Auch dieses stattliche Volumen konnten wir ihr mitgeben.

Wir haben auch noch Geld zur Verfügung gestellt um die Kinder etwas zu verwöhnen. So hat Tashi auch noch Schuhe, Spielsachen und andere Kleinigkeiten für sie eingekauft.

Die Übergabe hat bestens geklappt. Nach einer langen Fahrt konnte Tashi die Geschenke verteilen.

Ich habe diese Kinder besucht. Sie können ihre Freude nicht so zeigen wie wir es bei uns gewohnt sind – aber sie freuen sich !

Der Boden im Altersheim von Borisovitschi ist verlegt

Bei unserem letzten Besuch im Altersheim von Borisovitsch, im Oktober 2018, ist uns der völlig verschlissene Boden im Eingangs- und Wohnbereich aufgefallen. Eine riesige Stolperfalle für die Betagten. Wir haben uns damals spontan entschlossen, Inna der Heimleiterin, Geld für einen neuen Linoleumboden zu geben.

Lange haben wir nichts gehört. Auf unsere Nachfrage hin hat Inna uns mitgeteilt, dass während der Winterzeit der Boden immer noch leicht feucht ist und sie gerne mit der Ausführung der Arbeit bis Sommer wärten möchte, damit alles sicher trocken ist – eine gute Idee. Nun hat sie uns die Bilder geschickt.

Der neue Boden gibt dem Wohnbereich eine gemütliche, fast vornehme Atmosphäre.

Im Eingangsbereich sind die Stolperfallen weg. Es kann auch besser gereinigt werden.

So war der Boden vor der Renovation.

Reisebericht Himalya

Mitte April konnte ich die 14-tägige Reise in die Projektgebiete starten.

Obwohl ich sehr viel Gepäck, vor allem Kleider für die Nomaden mit mir führte, waren die Pass- und Zollkontrollen bei meiner Ankunft in Chengdu völlig unproblematisch.

Dass man auf Schritt und Tritt beobachtet und jede Bewegung kontrolliert wird, muss man einfach akzeptieren.

Ich habe eine Gewächshausfabrik angesehen und konnte mich von der Qualität der Produktion überzeugen. Ein grosser Kostenpunkt ist der Transport in die abgelegenen Regionen. Die Sammeltransporte benötigen dafür gut eine Woche!

Das erste Reiseziel war die Stadt, in der unser Vertrauensmann Tashi wohnt und von da aus die lokalen Projekte betreut. Schon am zweiten Tag haben wir einen Pass von 4‘507 m ü. Meer überquert – da spürt man, dass die Luft dünn wird. Landschaftlich einmalige Bilder. Die Unterkünfte waren bescheiden, meistens sehr sauber und zweckmässig. Preis Leistung stimmte immer. Das Essen ist einfach und es kann schon mal passieren, dass wenn man eingeladen ist, es drei Mal pro Tag Yak- Nudelsuppe gab.

Ich konnte dabei sein, wie ein neues Gewächshaus aufgebaut wurde. Die Beteiligten, auch Frauen, wissen bestens, wie man mit Akkuschrauber und Trennscheibe hantiert. Die Konstruktionen sind sehr stabil und werden wenn immer möglich an bestehenden Mauern verankert. Die Besitzer erhalten auch qualitativ hochwertiges Saatgut und die entsprechenden Instruktionen.

Milchzentrifugen sind ebenfalls eine grosse Hilfe für die Nomaden. Statt stundenlang Milch im Butterfass zu stampfen, kann mit diesem einfachen Gerät in kurzer Zeit Butter hergestellt werden. Butter wird in der täglichen Ernährung und auch im religiösen Leben benötigt (Butterlampen, Butterfiguren usw.). Der Aufwand ist trotzdem beachtlich, weil die Yaks, die tibetischen Kühe, relativ wenig Milch geben – oft nur ein bis zwei Liter pro Tag.

Sehr eindrücklich sind auch die vielen prunkvollen Buddhistischen Klöster. Die Mönche waren durchwegs hilfsbereit und offen. Ich durfte mich völlig frei, selbstverständlich unter Einhaltung der Benimmregeln, bewegen.

Landschaftlich gab es viele einmalige Bilder und Eindrücke. Ebenen und Weiten, wie wir sie in Europa nicht kennen. Der Kontakt mit den Nomaden in diesen sehr abgelegenen Gegenden war unglaublich herzlich. Es wurde umgehend eine Suppe für alle aufgesetzt und zusammen mit Buttertee (sehr speziell) wurde ich oft zum Essen eingeladen.

Am Endziel unserer Reise, habe ich ein Waisenhaus in Jushu besucht. Es darf nicht vergessen werden, dass 2001 ein gewaltiges Erdbeben die Stadt fast völlig zerstört hat. Gegen 3‘000 Tote und weit über 10‘000 Verletzte waren zu beklagen.  Dieses Waisenhaus, das von einem Ehepaar und einer Köchin vorbildlich geführt wird hat unsere Stiftung we-help unkompliziert vor Ort finanziell unterstützt.

Der Rückflug nach Basel gestaltete sich viel weniger strapaziös als die über 1‘800 km lange Fahrt mit dem Auto.

Die Reise war in jeder Beziehung ein Erlebnis. Viele tiefe Eindrücke, einmalige Landschaften, herzlicher Kontakt mit der Bevölkerung und eine gewonnene Überzeugung, dass die Hilfe, die unsere Stiftung we-help dank unseren Sponsoren ermöglicht, an die richtigen Menschen gelangt.

Wir gehen auf Reisen

“Die unterstützten Projekte werden vor Ort kontrolliert und die Stiftung über die Ergebnisse der Kontrollen informiert.“

 

So steht es im Beschrieb unserer Philosophie und dies wollen wir im April umsetzen.

Urs Herzog reist anfangs April erneut nach Ouagadougou, um möglichst viele, der von Katrin Rohde aufgebauten Einrichtungen von AMPO zu besuchen. Er wir auch kontrollieren, ob unsere Spendengelder in unserem Sinne eingesetzt wurden. So wird er dem Einsatz der drei gelieferten Power-Blox-Batterien  nachgehen und auch die Azubis besuchen, deren Ausbildung durch uns finanziert wurde.

Auch über das von uns unterstützte Projekt MIA – Alma, ein Heim für verstossene Mädchen, wird sich Urs Herzog informieren.

Rolf Metzger besucht in der zweiten Hälfte April die Nomaden im Himalaya. Dabei geht es um die von uns finanzierten Gewächshäuser, die den Bewohnern in abgelegenen Gegenden jährlich bis fünf Gemüseernten erlauben und um Milchzentrifugen, mit denen sie mit der Milch ihrer Yaks, Butter herstellen können.

Es steht auch ein Haus in der nächst grösseren Stadt zur Diskussion, in dem Produkte der Nomaden verkauft werden und einzelne Personen eine Ausbildung absolvieren könnten. Es sollte auch ein Begegnungszentrum werden in dem sich die Menschen aus den weit abgelegenen Gebieten treffen und sich austauschen könnten.

All dies wird vor Ort besucht, diskutiert und begutachtet, um das weitere Vorgehen der Stiftung zu entscheiden.

 

Einmal mehr möchten wir festhalten, dass alle Reise- und Aufenthaltsspesen von uns privat bezahlt werden und keine Spendengelder für solche Einsätze verwendet werden.

Jahresbericht der Stiftung we-help 2018

Liebe Freundinnen und Freunde der Stiftung we-help

Willkommen auf unserer neuen Internetseite.

Mit unserem Jahresbericht 2018 möchten wir Sie über die Aktivitäten unserer Stiftung informieren. Detailliertere Auskünfte erhalten Sie über unseren Blog.

Alle Projekte in Afrika, Weissrussland, im Hochland von Tibet und unserer Region  konnten wir nur dank Ihrer  grosszügigen Hilfe realisieren.

Dafür möchten wir uns herzlich bedanken.

 

im Namen der Stiftung we-help

Herzog’s und Metzger’s

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